16. AUGUST 2018

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Technik

Flexible und wirtschaftliche Richttechnik für die Blech- und Bandverarbeitung verlangt stärker denn je nach automatisierten Fertigungslösungen. Insbesondere gilt dies auch für den Kantprofilhersteller Schrag Kantprofile GmbH mit seinen unzähligen Sonderlösungen.
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Platzsparend, weitestgehend automatisiert und wartungsarm soll eine solche Anlage sein. Gelungen ist das bei der Schrag-Niederlassung Heilbronn in Kirchardt-Berwangen. Dort punktete die Kohler Maschinenbau GmbH aus Lahr vor allem mit ihrer hohen Kompetenz in Sachen Anlagenbau und einer automatisierten Bandanlage mit Haspel, Richttechnik, Stanztechnik und Schere. Damit machte Schrag einen deutlichen Schritt in Richtung Industrie 4.0.

Der Name Schrag ist bereits seit 1892 eng mit dem Begriff Blech verbunden. Von Friedrich Schrag in Hilchenbach im Siegerland gegründet, widmet sich Schrag auch heute noch der Herstellung von Wandbekleidungs- und Dachpfannenblechen. Friedrich Goswin, ein Enkel des Gründers, richtete das Unternehmen auf die Herstellung von Kantprofilen und Formteilen für den Industrie- und Gewerbebau aus. Nunmehr ist der Name Schrag mit mittlerweile 460 Mitarbeitern an sechs Standorten in Deutschland, Tschechien und Polen sowie etwa 100 Millionen Euro Umsatz ein Inbegriff für Blechbauteile, wie sie für den Stahlhallenbau unverzichtbar sind.

Die Schrag Kantprofile GmbH fertigt vor allem Bauteile für Dach und Wand, Pfetten und Riegel, Lichtbandzargen und Profile sowie Sonderprofile. »Im Grunde sind alle unsere Kantprofile Sonderlösungen«, konstatiert Jürgen Stötzel, Niederlassungsleiter der Schrag-Kantprofile-Niederlassung Heilbronn. »Hallen gibt es in unzähligen Größen und Ausführungen«, ergänzt er, »Standard dagegen so gut wie nicht; deshalb fertigen wir praktisch von Losgröße 1 bis n passgenaue Bauteile, die sich mit der entsprechenden Kennzeichnung später wie aus dem Baukasten einfach und schnell montieren lassen.«

Auf den modernen Maschinen und Anlagen werden meist verzinkte Stahlbleche in den Dicken von 0,75 bis 4,00 Millimeter, Aluzink von 0,75 bis 2,00 Millimeter, Aluminium von 1,00 bis 3,00 Millimeter und bandbeschichtetes Aluminium von 1,00 bis 1,50 Millimeter in Längen bis maximal 11 Meter verarbeitet.

»Wegen der permanent wechselnden Bauteilabmessungen und Losgrößen bis zur Stückzahl 1 entschieden wir uns, in die neue, wesentlich flexiblere und komfortablere Anlage von Kohler zu investieren«, begründet Schrag-Niederlassungsleiter Stötzel. Diese neue Bandanlage ersetzt eine Anlage eines anderen Herstellers, die den Anforderungen an Flexibilität, Geschwindigkeit und Genauigkeit nicht mehr gerecht wurde.

Gerade wegen der oft geringen Stückzahlen waren andere Fertigungsverfahren, wie etwa das Walzprofilieren, von vorneherein ausgeschlossen. Der hardwareseitige Wechsel von Profilrollen ist damit passé. »Wird beispielsweise ein ähnliches Profil mit anderer Schenkellänge benötigt, verändert die Arbeitsvorbereitung die Maschinenparameter und überträgt diese direkt an die Anlage«, erklärt Tobias Frank, der als Projektleiter bei Kohler die Anlage bis ins letzte Detail kennt und beherrscht. Vom Anlagenpersonal sind dazu keinerlei Eingriffe erforderlich.


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bbr 07/2017
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