14. AUGUST 2018

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Einfach ätzend


Technik

Als präzises Verfahren für die Blechbearbeitung erreicht das fotochemische Ätzen enge Toleranzen, ist hoch reproduzierbar und in vielen Fällen die einzige Technologie, mit der Metallteile in der für anspruchsvolle und oft sicherheitskritische Anwendungen notwendigen Genauigkeit kostengünstig gefertigt werden können.
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Wenn sich Konstrukteure für fotochemisches Ätzen als bevorzugtes Metallbearbeitungsverfahren entscheiden, ist es wichtig, dass sie nicht nur die Vielseitigkeit, sondern auch die spezifischen Aspekte der Technologie beachten. Diese können das Produktdesign beeinflussen, manchmal sogar verbessern. Fotochemisches Ätzen kann Innovationen fördern und bietet neue Möglichkeiten, anspruchsvolle Produktmerkmale und komplexe Teile zu produzieren. Doch was gilt es zu berücksichtigen, um die Ätztechnik optimal zu nutzen? Was sind die Vorteile gegenüber anderen Metallbearbeitungstechnologien? Und was gilt es für Konstrukteure zu bedenken, bevor sie sich für das fotochemische Ätzen entscheiden?

Vielseitig anwendbar

Fotochemisches Ätzen kann mit einer breiten Palette verschiedener Metalle in einer Vielzahl von Materialdicken und -güten, Härtegraden und Blechgrößen verwendet werden. Neben über 2.000 verschiedenen Werkstoffen, die gute Hersteller heute in der Regel auf Lager haben, können auf Anfrage auch Spezialmaterialien beschafft oder vom Anwender zur Verfügung gestelltes Material verarbeitet werden.

Das Verfahren wird in der Regel für dünne Bleche (unter 1,5 mm) mit einer maximalen Blechgröße von 600 × 1.500 Millimetern verwendet. Bearbeitbare Metalle sind Stahl und Edelstahl, Nickel und Nickellegierungen, Kupfer und Kupferlegierungen, Aluminium und schwer zu bearbeitende Metalle einschließlich korrosionsbeständiger Materialien wie Titan und Titanlegierungen.

Standardmäßige Ätztoleranzen

Toleranzen sind eine wichtige Überlegung für alle Konstruktionen. Beim fotochemischen Ätzen variieren diese abhängig von der Materialdicke: Für Stärken zwischen 0,025 und 0,250 Millimetern liegt die erreichbare Mindesttoleranz bei ± 0,025 Millimetern, für Materialdicken zwischen 0,250 mm und 1,5 mm bei ± 10 Prozent der Stärke. Mit fotochemischem Ätzen sind minimale standardmäßige Merkmalsgrößen von 0,1 mm und Öffnungen kleiner als 0,050 Millimeter möglich; die Genauigkeit liegt dann bei ± 8 Prozent der Metalldicke.

Laserschneiden als ›Einzelpunkt‹-Metallbearbeitungstechnologie ist für komplexe Teile wie Gewebe in der Regel teurer und bietet nicht die für fluidtechnische Anwendungen – zum Beispiel Brennstoffzellen oder Wärmetauscher – erforderliche Tiefe sowie die benötigten gravierten Merkmale, die mit Tiefenätzen problemlos möglich sind.


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Ausgabe:
bbr 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
Precision Micro
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