17. FEBRUAR 2019

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»Auf- und Ausbau stehen im Fokus«


Alexander Varga, F&-E-Chef von Microstep, gibt einen Einblick in neueste Projekte und Pläne für die Zukunft des Herstellers für CNC-Schneidanlagen.
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Welche Produkte und Dienstleistungen bieten Sie derzeit an?
Microstep wurde 1991 von zehn Forschern und Lehrern der Elektrotechnischen Fakultät der slowakischen technischen Hochschule in Bratislava gegründet. Unser Ziel war es, auf unserem Fachgebiet – präzise, digitale Servosysteme und mikroprozessorgesteuerte Technologie – tätig zu sein. Wir wollten Steuerungssysteme für Anwendungen entwickeln, die eine genaue Positionssteuerung erfordern. Langsam haben wir uns an CNC-Plasmaschneidanlagen herangearbeitet und nach und nach haben wir unser Portfolio um weitere Schneidtechnologien – Autogen, Wasserstrahl und Laser – erweitert. Wir bieten sowohl High-End- als auch Low-End-Anwendungen an.

Was zeichnet die Maschinen von Microstep aus?
Unsere Maschinen sind so konzipiert, dass verschiedene Schneidtechnologien und weitere Verfahren wie Bohren, Gewindeschneiden, Senken und Markieren auf einer einzigen Maschine installiert werden können. Die traditionellen Flachbettschneidmaschinen können um Bearbeitungsoptionen zum Schneiden von Rohren und Profilen verschiedener Durchmesser oder verschiedener 3D-Objekte erweitert werden. Unsere High-End-Maschinentypen sind modular aufgebaut und die Größe sowie das technische Setup werden nach Kundenwunsch gefertigt. Kleine Anlagenformate haben eine Arbeitsfläche von drei mal 1,5 Metern, die größten Anlagen haben eine Arbeitsfläche von 50 mal 10 Metern, besonders große Portale bieten eine Arbeitsbreite von mehr als 20 Metern. Unsere Maschinen sind mit hochwertigen Komponenten wie Linearführungen von THK, Bosch Rexroth und Hiwin, Servomotoren und Steuerungen von Panasonic und Pneumatik-Zubehör von Festo ausgestattet, die die Zuverlässigkeit langfristig sichern. Es geht nicht nur um das Schneiden, sondern auch um eine komplexe Bearbeitung der Teile. Wenn Systeme zum automatischen Be-/Entladen und Sortieren der geschnittenen Teile hinzugefügt werden, handelt es sich um eine automatisierte Produktionszelle. Genau diese Art von Produkt liefern wir. Darüber hinaus bieten wir auch umfassenden Service für unsere Maschinen an. Jede unserer Anlagen ist zum Beispiel mit einer Ferndiagnostiksoftware ausgestattet.

Welche Technologien (Plasma-, Laser-, Autogen- und Wasserstrahlschneiden) bieten die größte Perspektive?
Jede der Technologien hat ihren Platz und ich glaube nicht, dass eine die andere verdrängen wird, obwohl sich die Anwendungsgebiete von Plasma und Laser ein wenig überlappen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Plasmatechnik enorm weiterentwickelt. Heute ist es möglich, Metalle bis zu einer Dicke von 50 Millimetern zu schneiden und trotzdem eine hohe Qualität beizubehalten. Wir rüsten unsere Maschinen mit Plasmaquellen von Hypertherm und Kjellberg aus. Beide Unternehmen repräsentieren die Spitze in ihrem Bereich. Wenn jedoch dünne Materialien mit feinen Details geschnitten werden, wird Plasma niemals die Qualität des Laserschneidens erreichen. Das Laserschneiden hat auch schnelle Entwicklungsperioden durchlaufen. CO2-Laser wurden schnell durch Festkörperfaserlaser ersetzt, die den Laserstrahl über Lichtwellenleiter in den Schneidkopf übertragen. Das ermöglicht einen einfacheren Aufbau von großen Laserschneidmaschinen, ohne dass die Laserquelle direkt auf dem Maschinenportal platziert werden muss. Diese Technologie eignet sich zum Schneiden von Materialien bis 25 Millimeter Dicke. Für unsere Lasermaschinen verwenden wir IPG-Laserquellen. Das Wasserstrahlschneiden hingegen ist am besten geeignet, wenn thermisches Schneiden keine Option ist oder wenn die erforderlichen Materialien nicht mit anderen Technologien geschnitten werden können. Diese Maschinen sind mit Hochdruckpumpen von Hypertherm, KMT und BFT ausgestattet. Das Autogenschneiden wird überwiegend bei dicken Materialien eingesetzt und kann Metalle bis 300 Millimeter Dicke schneiden.

Was sind die neuesten Trends?
Heutzutage ist die Schneidtechnik für unsere Kunden nicht mehr das Hauptanliegen. Sie wollen mehr und mehr Automationslösungen mit Funktionen wie automatisches Be- und Entladen oder Sortieren der geschnittenen Teile und vollautomatisierte Fertigungszellen, die mit einem höheren Produktionsmanagement verbunden sind und in den aktuellen Trend Industrie 4.0 passen.

Was unterscheidet Microstep von seinen Mitbewerbern?
Softwareprodukte sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Systeme. Wir liefern nicht nur Maschinen, sondern einen kompletten Arbeitsplatz, der sowohl die Schneidanlage als auch die Software für die Erstellung von NC-Codes enthält. Die Software verschachtelt die Teile so, dass nur minimale Mengen an Ausschuss entstehen, An- und Ausläufe automatisch gesetzt werden sowie eine Priorisierung der Schneidaufgaben definiert werden kann. Falls die Anlage auch mit automatischem Be- und Entladen ausgestattet ist, ist die Software verantwortlich für den kompletten Prozess.


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Datum:
11.02.2019
Unternehmen:
Bilder:
Microstep
Microstep

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