In großen Schritten zur Smart Factory

Auf der Automatica zeigte Siemens, wie Maschinenbauer und Anwender die Vorteile von Industrie 4.0 nutzen können. Im Fokus standen durchgängige, anwenderorientierte Lösungen aus dem Digital-Enterprise-Portfolio für Industriebetriebe jeder Größe und Branche.

20. Juli 2018
Auf der Automatica zeigt Siemens ganzheitliche und anwenderorientierte Digital-Enterprise-Lösungen, mit denen Endanwender und Maschinenbau ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. (Bild: Siemens)
Bild 1: In großen Schritten zur Smart Factory (Auf der Automatica zeigt Siemens ganzheitliche und anwenderorientierte Digital-Enterprise-Lösungen, mit denen Endanwender und Maschinenbau ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. (Bild: Siemens))

Siemens zeigte in München anhand Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Software Möglichkeiten für die Integration von Handlingsystemen und Robotern. Die Simulation von Maschinen und Produktionslinien und das automatisierte Engineering führen dabei zu höherer Flexibilität, kürzerer Time-to-Market, größerer Effizienz und besserer Qualität.

  

Vorteile von Industrie 4.0 nutzen

„Unser Digital-Enterprise-Portfolio passt ideal zum Automatica-Motto Optimize your production“, sagt Ralf-Michael Franke, CEO Business Unit Factory Automation. „Das Digital-Enterprise-Portfolio von Siemens bietet durchgängige Soft- und Hardwarelösungen, mit denen die gesamte Wertschöpfungskette integriert und digitalisiert werden kann. Damit nutzen Maschinenbauer und Anwender die Vorteile von Industrie 4.0.“

Dr. Wolfgang Heuring, CEO Business Unit Motion Control: „Robotik ist ein dynamisches Wachstumsfeld in der Fertigung. Die Integration von Robotern in die Fertigung erhöht den Automatisierungsgrad deutlich. Dabei unterscheiden wir verschiedene Stufen der Integration: von der Integration über Signal-Kopplung mit unserer Simatic über die Programmintegration des Roboters an eine Werkzeugmaschine bis hin zur Komplettintegration mit komplexer Bahnsteuerung durch unsere Sinumerik."

Armin Grünewald, Vice President Business Development Manufacturing Engineering Software: „Der Einsatz neuer Technologien im Bereich Robotics und die damit verbundene Automatisierung ist auch für die traditionellen Branchen wie den Maschinenbau unabdingbar, um die Digitalisierung voranzutreiben. Nur so kann der Wettbewerbsvorteil im globalen Markt auf Dauer gesichert werden.“

 

Das Ausstellungsprogramm im Überblick

Immer häufiger wechselnde Produktvarianten fordern flexiblere Maschinen. Auch die Automatisierungsgrade werden durch den Einsatz von Handlings- und Montagesystemen höher. Das macht die digitale Integration solcher Technologien in die Produktionsprozesse nötig. Mit den Lösungen für die durchgängig integrierte Fertigung verschmelzen die virtuelle und reale Produktionswelt zunehmend und bieten so neue Potenziale zur Produktivitätssteigerung. 

Unter  den ausgestellten Technologien waren neben dem Angebot zur Integration von Robotik im Maschinenbau auch Lösungen zur virtuellen Inbetriebnahme und zur intuitiven Roboterprogrammierung im Engineering. Zudem konnten die Besucher sehen, wie sie mit dem offenen Betriebssystem Mindsphere und Mindapps cloudbasierende Lösungen, etwa neuartige Wartungskonzepte, umsetzen und damit die Produktivität und Verfügbarkeit ihrer Maschinen und Anlagen steigern.

 

Mit Sinumerik Run My Robot bietet Siemens eine Lösung für die Roboter-Anbindung an Werkzeugmaschinen. Diese reicht von der einfachen Anbindung über die komfortable Integration für Handling-Aufgaben bis zur vollständigen Systemintegration. Dabei übernimmt die CNC die Bahnsteuerung des Roboters und der Roboter lässt sich in die vorhandenen CAD/CAM-CNC-Prozesse und IT-Infrastruktur integrieren. Für den Anwender bringt das eine höhere Bahngenauigkeit, Flexibilität und Produktivität.

Für den Maschinenanwender wird die Individualisierung der Maschinen immer wichtiger. Um die Montage trotz des hohen Individualisierungsgrads effizient zu realisieren, muss die Produktion flexibel gestaltet werden. Besonders im Bereich der Fördertechnik besteht hier großes Potenzial. Einen wesentlichen Beitrag bei flexiblen Produktionskonzepten können fahrerlose Transportsysteme leisten.

Maschinen digitalisieren

Auch der Maschinenbau profitiert von den Digital-Enterprise-Lösungen, indem alle Phasen des Maschinenzyklus durchgängig digitalisiert werden – angefangen vom Concept Design über Engineering und Inbetriebnahme bis hin zu den Services.

 

Für den Handlingsmarkt zeigt Siemens an einem Modell mehrere Kinematic-Anwendungen. Mit der Softwarebibliothek Simatic Safe Kinematics werden Bewegungen ausgewählter Kinematiken im Raum sicher überwacht, um etwa den Maschinenbediener bei seiner Tätigkeit zu schützen. Dazu werden die Geschwindigkeit ausgewählter Punkte, zum Beispiel der Werkzeugarbeitspunkt, sowie frei konfigurierbare Zonen wie etwa die Arbeits- und Schutzzone überwacht.

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