IIoT-Plattform integriert ERP und MES

Rund um den Globus suchen Fertigungsunternehmen nach Rezepten, ihre Maschinen und Anlagen fit für das industrielle Internet der Dinge (IIoT) zu machen. In vielen Fabriken arbeiten noch Maschinen, die bis zu 30 Jahre alt sind und mit älteren Systemen überwacht werden. Muss alles raus? Nein!

13. August 2019
IIoT-Plattform integriert ERP und MES
In der Lösungswelt von Forcam ist alles miteinander vernetzt. (Bild: Forcam)

Eine offene IT-Plattform verwandelt herkömmliche Fertigung in Smart Manufacturing. Offene, leistungsstarke IIoT-Plattformen schaffen ein fabrikindividuelles IT-Ökosystem, indem sie eine Brücke schlagen zwischen vorhandenen monolithischen MES- oder anderen Systemen, und indem sie benötigte Drittlösungen via offene Schnittstellen nahtlos integrieren.

»Für uns ist es extrem wichtig«, so Patrick Saslona, Lead Manufacturing Digitalization beim Automobilzulieferer Kostal, »ein Ökosystem an IT-Landschaft zu etablieren, das uns dabei hilft, immer art- und bedarfsgerecht zu agieren.« Dafür gelte es, die richtigen Systeme zu finden. »Wir nutzen die Forcam-Lösung, um Schwächen monolithischer Systeme zu überbrücken.«

Bis zu 20 Prozent höhere Produktivität

Gelingt es Unternehmen, vorhandene Anwendungen sowie benötigte Drittlösungen auf einer offenen IIoT-Plattform zusammenzubringen, machen sie ihre Fabrik-IT zukunftsfähig für das nächste Jahrzehnt. Die Vorteile digitaler Fertigungsüberwachung mithilfe von MES – integriert auf einer leistungsstarken IIoT-Plattform – sind signifikant:

→ Der Schweizer Möbelhersteller Peka-metall erreichte eine 20 Prozent höhere Produktivität.

→ Krones konnte mit seiner Digitalisierungsstrategie über einen Zeitraum von vier Monaten die Produktivität um elf Prozent steigern.

→ Automotivezulieferer Borg Warner reduzierte die Bestands- und Rüstkosten deutlich und steigerte die Liefertreue gegenüber den Kunden auf nahe 100 Prozent.

→ Ein weiterer Automotivezulieferer, MSR Technologies, steigerte die Betriebsnutzungszeiten aller Anlagen um 25 Prozent und sparte zehn Prozent Energie ein.

MES hat sich zur IIoT-Plattform weiterentwickelt

Eine IT-Plattform erfüllt dann die Anforderungen des IIoT, wenn sie offene und flexible IT-Ökosysteme ermöglicht. Dazu bringt sie vorhandene Steuerungssysteme (MDE, BDE, MES, PLM) auf einer Einheit zusammen, vernetzt Produktion und Planung (Shop und Top Floor) und kann benötigte Drittlösungen via offener Programmierschnittstelle integrieren. Eine individuelle IT-Architektur entsteht. MES und IIoT-Plattform sind daher keine Gegensätze. Vielmehr hat sich das MES zum Bestandteil einer offenen IIoT-Plattform weiterentwickelt.

Heilige Dreifaltigkeit digitaler Fabrik-IT

Welche Plattformtechnik ist die richtige? Drei Kompetenzen sollte eine IIoT-Plattform mitbringen: Konnektivität, Produktivität, Flexibilität.

→ Konnektivität – die Lösung ist einfach zu installieren. Sie vernetzt Maschinen untereinander (M2M), schlägt eine Brücke zwischen vorhandenen monolithischen Systemen zur Produktionssteuerung (MES, ERP) und integriert gewünschte Drittsysteme und Steuerungen. Die Plattform ist vergleichbar mit einem Smartphone, das jede Anwendung aus App-Stores herunterladen kann. Dazu müssen Plug-ins zur Anbindung unterschiedlicher Maschinen sowie Adapter zur Vernetzung mit der ERP-Ebene verfügbar sein.

→ Produktivität – die Lösung liefert schnell nutzbare Ergebnisse. Unternehmen benötigten Lösungen, mit denen sie Schritt für Schritt zur Smart Factory gelangen. Am besten hat die IIoT-Plattform bereits die wichtigsten MES-Lösungen vorinstalliert. Zu den wichtigen MES-Anwendungen zählen Leistungsanalyse, Feinplanung, Rückverfolgung oder Qualitätsmanagement.

→ Flexibilität – die Lösung bietet auch in der Zukunft freie Ausbaufähigkeit. Schließlich bleiben Unternehmen mit einer offenen IIoT-Plattform flexibel, weil sie ihre ganz individuelle Fabrik-IT-Architektur schaffen können. Das bietet die weltweit erste offene Programmierschnittstelle für Smart Manufacturing: ›Force Bridge API‹ von Forcam.