Ideenschmiede mit neuem Namen

Abele Ingenieure ist der neue Name des Augsburger Traditionsunternehmens Ima Ingenieurbüro Anton Abele & Partner. Der Namenswechsel ist Ausdruck der Unternehmensentwicklung in den letzten Jahren vom Konstruktionsdienstleister zum Anlagenbauer.

24. Februar 2016

„Wir wollen uns mittelfristig unter den Top 50 der deutschen Montageanlagenbauer etablieren“, betont Geschäftsführer David Abele. Mit rund 110 Mitarbeitern und knapp zehn Millionen Euro Umsatz im Jahr 2013 hätten Abele Ingenieure in der Top-50-Montageanlagenbau-Rangliste 2013 für Deutschland Platz 56 belegt. Das Ranking wird seit 2009 jedes Jahr von Xpertgate – Wissen für Fabrikautomation – veröffentlicht.

„Dass wir darin bisher nicht auftauchen, zeigt, dass wir noch nicht als Anlagenbauer wahrgenommen werden, obwohl das inzwischen unsere Kernkompetenz ist“, erläutert Geschäftsführer Helmut Steidl. Mit dem neuen Namen und verstärkter Öffentlichkeitsarbeit soll sich das jetzt ändern, versprechen beide Geschäftsführer.

Anlagen für OEMs und Zulieferer

Die Anlagen, die Abele Ingenieure entwickelt, konstruiert, baut und in Betrieb nimmt, sind allesamt Sonderanlagen. Meist handelt es sich um Anlagen für hochkomplexe Montage- und Fertigungsprozesse von Serienteilen oder Baugruppen, die damit realisiert werden können.

So hat das 1973 gegründete Unternehmen in den letzten Jahren Montage- und Produktionsanlagen für deutsche Unternehmen wie Audi, BMW, Liebherr, Airbus oder MAN, genauso wie Bosch-Siemens Hausgeräte oder Leoni geliefert. Darunter sind Montageanlagen für Automobiltanks, Kabelbäume oder Hochzeitsstationen im Karosseriebau. Der bisher größte Auftrag für Abele Ingenieure war 2014 eine vollautomatische Montageanlage für Aluminium-Stromschienen für Jaguar mit 3,5 Millionen Euro.

Trotz aller Anlagencharakteristik der Projekte steckt die Kernkompetenz der Ideenschmiede nach wie vor in der Ingenieurleistung. Das soll sich auch im neuen Slogan „Um Ideen weiter“ widerspiegeln. „Unsere Kunden erwarten von uns in erster Linie Lösungen, die ihnen eine reibungslose Fertigung mit höchster Produktivität ermöglichen“, beteuert Steidl. Die Herausforderung liegt meist in der Planung, Vernetzung und Koordination komplexer Arbeitsprozesse.

Aber auch darin, nicht nur theoretische Lösungen zu entwickeln, sondern vor allem fertige, in Betrieb genommene und funktionierende Anlagen abzuliefern. Dass dies gelingt, bestätigen zufriedene Kunden regelmäßig. „Wir denken im Kopf des Kunden. Das führt dazu, dass es während des Projekts nur wenige Rückfragen gibt“, so Abele abschließend. Die Neuausrichtung mitsamt Namenswechsel ist auch ein deutliches Bekenntnis zum Standort Augsburg.