Ideenreich im Süden 1

Im November letzten Jahres wurde erstmals der „Innovationspreis Bayern“ vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag, der Handwerkskammer sowie der Staatsregierung in Bayern vergeben. Ausgezeichnet wurden Produkt- und Verfahrensinnovationen sowie technologieorientierte Dienstleistungen. Insgesamt wurden drei Haupt- und vier Sonderpreise vergeben.

12. März 2013

Bei der Preisverleihung im Ehrensaal des Deutschen Museums in München erhielt die Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH den 1. Hauptpreis. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und BIHK-Präsident Erich Greipl sowie der Präsident des Bayrischen Handwerktages Heinrich Traublinger gratulierten dem Wörthseer Familienbetrieb zu dieser Auszeichnung.

Das 1970 gegründete Unternehmen hat sich als einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Bolzenschweißtechnik mit heute 70 Beschäftigten etabliert. Innovationen werden hier nach Kräften gefördert, denn sie sorgen für nachhaltigen Erfolg. So sieht Geschäftsführer Heinz Soyer sen. seine Hauptaufgabe auch darin ein Innovationsklima zu schaffen, das jeden Mitarbeiter anspornt, Ideen einzubringen. „In jedem Mitarbeiter steckt ein Erfinder“ ist Heinz Soyer sen. überzeugt.

Die jüngste Innovation aus dem „Hause Soyer“ hat sich nun gegen zahlreiche andere Bewerbungen durchgesetzt und den ersten Hauptpreis gewonnen. Das patentierte Bolzenschweißen im radialsymmetrischen Magnetfeld (SRM) in Verbindung mit dem Universalbolzen HZ-1 mit planer Stirnfläche und Zentrierspitze eröffnet ganz neue Anwendungsmöglichkeiten vor allem im Bereich automatisierter Bolzenschweißanlagen. So sind Schweißungen mit einem Verhältnis von Blechdicke zu Bolzendurchmesser von 1 zu 10 statt zuvor von 1 zu 4 möglich. Zudem kann bei dem Verfahren auf die spezielle, kostspielige Bearbeitung und Vorbehandlung von Bolzen verzichtet werden. Auch die Verwendung umständlicher und teurer Keramikringen als Hilfsmittel beim Schweißen ist überflüssig geworden. Dies bietet neben wirtschaftlichen Aspekten auch umweltbezogene Vorteile, da nach jeder Schweißung kein „Keramikringmüll“ mehr anfällt und entsorgt werden muss.

Dieses neue Verfahren löst das seit 70 Jahren praktizierte, konventionelle Bolzenschweißverfahren ab und ist ein richtungsweisender Schritt in die Zukunft der blitzschnellen Befestigungstechnik.