Hybrid Expo 2015

Bereits zum zweiten Mal präsentiert die Hybrid Expo auf dem Stuttgarter Messegelände die gesamte Prozesskette rund um die serielle Fertigung hybrider Bauteile. Rund 70 Aussteller zeigen vom 22. bis 24. September das volle Spektrum von der Materialforschung über Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren, Anlagen und Werkzeuge bis zum fertigen Element.

25. August 2015
Bereits zum zweiten Mal präsentiert die Hybrid Expo auf dem Stuttgarter Messegelände die gesamte Prozesskette rund um die serielle Fertigung hybrider Bauteile. (Bild: Reed Exhibitions)
Bild 1: Hybrid Expo 2015 (Bereits zum zweiten Mal präsentiert die Hybrid Expo auf dem Stuttgarter Messegelände die gesamte Prozesskette rund um die serielle Fertigung hybrider Bauteile. (Bild: Reed Exhibitions))

Im Fokus steht die Prozessintegration und -beschleunigung bei der Herstellung von Metall-Kunststoff-Verbindungen. Unternehmen wie Diehl, Härter, Inovan und Sumitomo zeigen ein konzentriertes Angebot rund um hybride Bauteile. Zu den Besucherhighlights zählt das Hybrid Forum. Hier präsentieren Aussteller und Branchenexperten aus Forschung und Wirtschaft ihr Know-how zu Multi-Material-Bauteilen.

Parallel zur Hybrid Expo findet in diesem Jahr die Composites Europe statt. Auch sie verzeichnet starken Zuwachs: Erstmals in drei Hallen zeigen rund 450 Aussteller aus 30 Nationen die Innovationen der Verbundwerkstoff-Industrie für den Automobilbau, die Luft- und Raumfahrt, den Bootsbau, die Windenergie-Wirtschaft und den Bausektor. Im Mittelpunkt steht die Automatisierung der großserientauglichen Fertigungsprozesse von Composites-Bauteilen. 11.000 Fachbesucher werden erwartet.

„Die Kombination unterschiedlicher Werkstoffe bleibt eine große Herausforderung für die Zukunft. Bei den Entwicklern und in der Industrie wird immer stärker nicht nur an Lösungen aus einzelnen Materialien gedacht, sondern an deren geeignetes Zusammenspiel.“ Das ist eine zentrale Aussage des Ausblicks im Composites-Marktbericht 2014 der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. Als neuen Trend in der Hybridtechnologie sieht die Studie „Werkstoffinnovationen für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung“ die Kombination von glasfaserverstärkten Kunststoffen mit Einlegern aus Organoblechen.

Vor allem in der automobilen Elektronik ersetzen hybride Lösungen zunehmend traditionell gefertigte Baugruppen. Doch die Experten verweisen darauf, dass „die Entwicklung von Hybridstrukturen eng mit der Entwicklung der entsprechenden Herstellungsverfahren verknüpft ist, die den spezifischen Anforderungen der Werkstoffe gleichermaßen gerecht werden müssen“. Auf der internationalen Fachmesse stellen unter anderem aus:

Von Werkstoff- bis Verbindungstechnik

Kunststoff-Metall-Verbundteile, hybride Bauteile, Alu-Kupfer-Verbindungen sowie Kontaktwerkstoffe will Inovan aus Birkenfeld vorstellen. „Führende Zulieferer und Hersteller in der Elektroindustrie sehen in uns einen Partner, der mit ihnen gemeinsam 360-Grad-Projekte erfolgreich umsetzt“, so Stefanie Reich vom Marketing des Unternehmens. „Aufgrund unseres Leistungsportfolios, das sowohl Werkstofftechnik, galvanische Oberflächen-, Stanz-, Biege- und Kunststofftechnik als auch Baugruppen-Montage und Verbindungstechnik umfasst, können wir individuelle und komplexe Projekte mit großer Schnittstellensicherheit im eigenen Haus umsetzen.“

Herstellung von Füllstandsensoren

Bei Leicht + Müller Syscotec gehört die Automobilindustrie zu den wichtigsten Abnehmern hybrider Bauteile. „Wir fertigen auf einem Bihler Bimeric Steckergehäuse“, erläutert Geschäftsführer Marco Müller. „Dabei werden in einem vollautomatischen Prozess Stanzteile in das Gehäuse aus Kunststoff montiert und dann hochspannungsgeprüft und sortiert.“ Darüber hinaus stellt das Unternehmen Füllstandsensoren für Kühlwasser-, Scheibenwaschwasser- und Bremsflüssigkeitsbehälter her. „Wir sind das einzige Unternehmen, das diese Art von Teilen in einem vollautomatisierten Prozess fertigt“, so Müller.

Stromführende Lösungen für die Elektronikindustrie

Beim Aussteller Diehl Metall Stiftung aus Röthenbach an der Pegnitz gehört die Entwicklung und Produktion stromführender Lösungen für die Elektronikindustrie zu den Kernkompetenzen. „Wir decken alle Glieder der Wertschöpfungskette von der Halbzeug-Fertigung über die Stanz- und Umformtechnik sowie galvanische Beschichtung bis zur Erzeugung integrierter Produkte im Spritzguss ab“, erklärt Taina Temmen, Leiterin Strategisches Marketing. „Unsere Metall-Kunststoff-Verbundsysteme werden zur Verbindung von elektronischen Systemen in der ABS-, ESP- und Getriebesteuerungstechnik eingesetzt. Zudem finden sie in der Zentralelektrik sowie in Beleuchtungs- und Steckermodulen Verwendung.“

Berechnungsverfahren bei der Werkzeugabstimmung

Härter Stanztechnik entwickelt komplexe, kundenspezifische Systemlösungen für die Elektronikindustrie. „Die Reinheitsanforderungen sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Ein sauberes Fertigungskonzept muss aufgrund strenger Partikelforderungen durchgängig gegeben sein“, nennt Vertriebsleiter Hans-Jürgen Schüpf einen Anspruch an die Hybridtechnik der Zukunft. „Zudem können Ebenheitsanforderungen, Schwindungen und Bauteilverzug zu Rekursionen bei der Werkzeugabstimmung führen. Das können wir mit Berechnungsverfahren und Abmusterungsstrategien im Vorfeld verringern.“

Powermodule und mehr

Walter Söhner liefert unter anderem Powermodule für Frequenzumrichter, Komponenten für die Solar- und Windenergie sowie für die Wärme- und Kältetechnik. Das Teilespektrum umfasst das Kunststoff-Metall-Verbindungen mit bondfähigen Oberflächen sowie Mehrkomponenten- und Montagebauteile, Steckverbindungen, Einpresskontakte sowie technische Kunststoffteile.

bbr lädt ein!

Kostenfreie Tickets zur Hybrid Expo und Composite Europe stehen hier zum Download zur Verfügung. Um den Gutschein einzulösen, beachten Sie folgende Schritte:

1. Loggen Sie sich mit den Ihnen bekannten Zugangsdaten ein oder registrieren Sie sich online unter www.hybrid-expo.com/gutschein.

2. Geben Sie Ihren Gutschein-Code ein (Promotion-Code: segg-cr9q-h2ym-zbj9).

3. Drucken Sie Ihr E-Ticket mit dem Barcode aus und nehmen Sie dieses mit zur Hybrid Expo.

4. Scannen Sie den Barcode Ihres E-Tickets an unseren Einlassautomaten vor Ort und Sie erhalten Ihren Fachbesucherausweis für die Hybrid Expo und Composites Europe.