Homogenere Bandkanten

Berührungslose Kantenmasken-Kontrolle mit EMG Edge Mask Control

02. November 2007

Echtes Neuland betritt EMG Automation GmbH mit einer berührungslosen Nachführung von Kantenmasken. Die Vorteile des Edge Mask Control Systems: keine mechanische Berührung der Bandkante oberhalb des Verzinkungsbades und damit homogenere Bandkanten und weniger Bandschäden. „Unser Ziel war es, den kontinuierlichen Verzinkungsprozess noch ein Stück zuverlässiger und hinsichtlich der Qualität sicherer zu gestalten“, beschreibt Wolfram Münker, Leiter des Entwicklungsteams bei der EMG Automation GmbH Servotechnik seine Motivation. Oberhalb des Zinkbads und der Abblasdüsen (Air Knifes) befinden sich an der rechten und linken Kante des Bandes U-förmige induktive Abstandssensoren. Unter der dort herrschenden relativ hohen Umgebungs- und Bandtemperatur übernehmen diese das kontrollierte berührungslose Nachverfolgen der Bandkante. Die auf der bewährten EMG magnetinduktiven Technik beruhenden Abstandssensoren, steuern dann über Lineareinheiten die im Bereich der Air Knifes seitlich angeordneten Kantenmasken. Über Kantenmasken werden die Luftströmungen im Verzinkungsprozess an der Bandkante optimiert und damit eine ungewollte Übersättigung von Zink im Kantenbereich des Bandes vermieden. Dabei müssen sich die Kantenmasken ständig der wechselnden Position der Bandkanten und der variierenden Bandbreite anpassen. Normalerweise werden die Kantenmasken durch sog. Kontaktrollen geführt, die ständig der Bandkanten nachfahren und durch nicht regelbare Pneumatikzylinder an diese angedrückt werden. Dies führt jedoch, insbesondere bei höheren Bandtemperaturen z.B. Galvalumetm und geringeren Banddicken, zur Deformation der Bandkanten und zu Abplatzungen der Zinkschicht. Die Qualität des Bandes wird dadurch minimiert. Die berührungslose Technologie von EMG ersetzt diese Kontaktrollen und verhindert so das Abplatzen der Zinkschicht und damit Bandbeschädigungen. Wenn notwendig, kann der Abstand zwischen den Bandrändern und den Kantenmasken im Produktionsprozess angepasst werden.