Grüner Laser für rotes Kupfer

Bis 2030 wird das Marktvolumen im Bereich Additive Manufacturing jährlich um 18 Prozent wachsen, so die Analysten des Consultingunternehmens ID Tech Ex. Im metallischen 3D-Druck prognostizieren sie jährliche Steigerungsraten von 23 Prozent.

18. Juni 2019
Grüner Laser für rotes Kupfer
Entwicklungen im Bereich Additive Manufacturing stehen im Mittelpunkt des Forums Metall am 27. Juni auf der Rapid.Tech in Erfurt. (Bild: Messe Erfurt)

Entwicklungen im Bereich Additive Manufacturing stehen im Mittelpunkt des Forums Metall am 27. Juni auf der Rapid.Tech in Erfurt. »In diesem Jahr nehmen wir die gesamte Prozesskette in den Fokus, betrachten vor- und nachgelagerte Bereiche. Zugleich zeigen wir die Entwicklungssprünge auf, die der metallische 3D-Druck in Richtung industrieller Serienfertigung gemacht hat«, erklärt Daniel Hund, Marketingleiter von Rösler Oberflächentechnik. Er hat das Forum gemeinsam mit Dr. Sabine Sändig, Projektmanagerin im Bereich Technologieförderung der Thüringer Aufbaubank, konzipiert.

Hochkarätige Redner

Über neue Entwicklungen zur Herstellung von Multimaterial-Bauteilen berichtet Dr. Uwe Lohse, Geschäftsführer von Xerion. Das Unternehmen hat ein System entwickelt, das die synchrone additive Fertigung von Metallen und Keramiken erlaubt.

Neue Möglichkeiten für den 3D-Druck von Kupferteilen, wie sie zunehmend in der Leistungselektronik für elektrische Fahrzeugantriebe gebraucht werden, schafft der Einsatz eines grünen Lasers. Trumpf hat eine Laserquelle im grünen Wellenlängenbereich entwickelt, mit dem sich Kupfer gut verarbeiten lässt. Trumpf-Mitarbeiter Dr. Philipp Wagenblast stellt die Innovation vor.

Damit 3D-gedruckte Produkte die an sie gestellten Qualitätsanforderungen erfüllen, spielen die Gasgemische im Prozess eine entscheidende Rolle. Pierre Forêt, Verantwortlicher für Additive Manufacturing bei Linde, zeigt in seinem Vortrag auf, welchen Einfluss verschiedene Gasatmosphären auf die Ergebnisse beim pulverbett-basierenden Laserstrahlschmelzen haben.

Den Status Quo bei sinter-basierenden metallischen Technologien beleuchtet Dr. Eric Wycisk, Geschäftsführer von Ampower. Das Beratungsunternehmen für additive Fertigung hat in einer breit angelegten Studie die Eigenschaften der Technologien untersucht und zeigt Möglichkeiten und Grenzen von Binder Jetting und Fused Depositioning Modelling mit metallischen Werkstoffen auf.

In der additiven Fertigung ist die Nachbearbeitung von AM-Metallteilen ein entscheidendes Element für Qualität und Produktivität, in vielen Fällen erhält das Thema aber noch nicht die nötige Aufmerksamkeit. Wege zur automatisierten Oberflächenbearbeitung 3D-gedruckter Metallbauteile stellt Dr. Wolfgang Hansal, Geschäftsführer von Hirtenberger Engineered Surfaces vor.

5.000 Besucher werden erwartet

Das Forum Metall ist eines von 14 Foren im Kongressprogramm der Rapid.Tech. Erstmals auf der Agenda stehen die Themen Software & Prozesse, Kunststoff sowie Normung & Arbeitsschutz. Insgesamt werden in mehr als 100 Vorträgen an drei Tagen die neuesten Entwicklungen, Trends und Ergebnisse zu additiven Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis vorgestellt.

Zum Erfahrungsaustausch, zur Kontaktanbahnung und -pflege tragen ebenso die 3D Printing Conference wie auch die neu strukturierten Präsentationsflächen und Netzwerkangebote in der Ausstellung bei. Die Messe Erfurt erwarten 2019 mehr als 200 Aussteller und rund 5.000 Fachbesucher und Kongressteilnehmer.