Großformatiger Schutz

Großformatige Präzisionsstanzteile: Effizient, sauber, kostensparend, so beschreibt acos, eine Tochter der tesa AG, die Vorteile von Selbstklebenden Präzisionsstanzteilen, die vor allem in der Automobilindustrie gefragt sind.

26. Mai 2008

Vom einfachen Transportschutz großer empfindlicher Flächen über permanenten Lackschutz und dauerhafte Dekoration bis hin zum Abdichten in Türen - es gibt viele Anwendungen, in denen selbstklebende, exakt passende Stanzteile in großen Formaten deutliche Vorteile bieten. Vor allem die Fahrzeugindustrie hat das in den letzten Jahren erkannt und fordert heute immer größere und längere Lösungen. Als Antwort darauf hat die tesa AG-Tochter acos GmbH, Hamburg, in eine innovative Rotationsstanzanlage investiert und kann nun kundenindividuelle Präzisionsstanzteile in bisher nicht verfügbaren Maßen liefern.

»Riesen«-Vorteile

Formate bis zu maximal drei Metern Länge, 66 Zentimetern Breite und 3 Zentimetern Dicke aus unterschiedlichsten Materialen und auf Rolle oder Bogen sind dank dieser Investition in die Rotationsstanzanlage nun herstellbar. Der wesentliche Vorteil selbstklebender Stanzteile liegt darin, dass sie sich besonders einfach, schnell und sauber verarbeiten lassen und dadurch Kosten sparen helfen. Bei ihrer Verwendung können ganze Arbeitsschritte entfallen - und das bei gleichwertigem und oft sogar besserem Ergebnis. Kosten werden vielfach auch durch eine Reduzierung des Materialverbrauchs, des Lagerplatzbedarfs und des logistischen Aufwands gesenkt.

Kundenspezifische Lösungen

Um optimale Lösungen für die jeweilige Kundenanwendung zu erzielen, greift die acos GmbH bei ihren Großstanzteilen auf ein nahezu unbegrenztes Materialspektrum zurück, darunter selbstklebende Folien und Gewebe, Schaumstoffe, Filze und Vliese sowie Laminate unterschiedlichster Art. Darüber hinaus werden Klebmassen verwendet, die optimal auf das Trägermaterial, den Untergrund sowie den jeweiligen Anwendungszweck zugeschnitten sind. Als Tochtergesellschaft der tesa AG ist acos in der Lage, bei Bedarf auf ein breites Sortiment an Klebebändern und umfassende Entwicklungsressourcen zurückzugreifen. Zudem arbeiten die Hamburger eng mit allen weiteren führenden Herstellern von Klebebändern und selbstklebenden Materialien sowie auch von Schäumen, Vliesen, Kunststoff- und Metallfolien, Geweben und nicht zuletzt von Trennfolien und –papieren zusammen. »Damit kann jedem Kunden eine maßgeschneiderte Lösung für nahezu jede Anforderung geboten werden, sei es auf der Basis eines spezifizierten oder frei wählbaren Materials. Ob zur temporären oder dauerhaften Befestigung, als großflächiger oder filigraner Oberflächenschutz, für die Geräuschreduzierung, zum Abdichten, Dämpfen, Dekorieren oder Verschließen, die Fachleute von Acos wählen in enger Abstimmung mit ihren Kunden das am besten geeignete Material aus«, so das Unternehmen. In der Automobilindustrie werden Großstanzteile unter anderem zum Schutz von Oberflächen während Transport und Lagerung verwendet. Die Karosserie etwa lässt sich damit vor Beschädigungen wie Kratzern und vor Verschmutzungen bewahren, das Fahrzeug kommt in bester Optik beim Händler beziehungsweise Kunden an.

Permanenter Schutz

Auch Felgen - die heute schon einen Durchmesser von mehr als 60 Zentimetern haben können - und das Fahrzeuginnere lassen sich mit großen Stanzteilen perfekt schützen. Dekorative oder permanent schützende Folien - zum Beispiel gegen Steinschlag oder Kratzer beim Türeinstieg - lassen sich auch in großen Längen in einem Stück fertigen und aufbringen. Das verbessert das optische Erscheinungsbild und spart Zeit, da das „Anstückeln“ mehrerer Teile entfällt.

Selbstklebende Opferanoden

Eine weitere Spezialität von acos sind die selbstklebenden Opferanoden. Um Korrosion im Fahrzeugbau, insbesondere in aggressiver Umgebung unter Einwirkung von Feuchtigkeit und Salzen zu vermeiden, wird das zu schützende Metall elektrisch leitend mit einem unedleren Metall, welches leichter oxidiert - bei Stahlblech kommt zum Beispiel Zink zum Einsatz - verbunden. Im Kontakt mit dem Stahlblech wird das Zink zur Anode einer galvanischen Zelle. Das Zink gibt über den Stahl Elektronen ab, löst sich so langsam auf und sorgt dafür, dass das Stahlblech nicht angegriffen wird. Übrigens, die acos advanced converting solutions GmbH ist eine Tochtergesellschaft der tesa AG mit Sitz in Hamburg. Abnehmer für die zahlreichen kundenindividuellen Präzisionsstanzteile aus Klebebändern und selbstklebend ausgerüsteten Materialien sowie für die innovativen Kennzeichnungssysteme und neuen Systemlösungen des Unternehmens finden sich überall in der produzierenden und verarbeitenden Industrie. _

Erschienen in Ausgabe: 05/2008