Gratfrei zur Montage

OBERFLÄCHENBEARBEITUNG DIE FEINDE EINER SAUBEREN MONTAGE SIND VIELSEITIG. ZUM GLÜCK GIBT ES TECHNISCHE LÖSUNGEN, D IE WIRTSCHAFTLICH FÜR ABHILFE SORGEN.

06. November 2004
Die »Rotomatic 370/12 SE« mit Peripherie und Reinigungszentrifuge »Z 800 HA-Turbo-Floc« sorgt für saubere Oberflächen und gratfreie Kanten.
Bild 1: Gratfrei zur Montage (Die »Rotomatic 370/12 SE« mit Peripherie und Reinigungszentrifuge »Z 800 HA-Turbo-Floc« sorgt für saubere Oberflächen und gratfreie Kanten. )

»Rotomatic-Durchlaufanlagen sind ideal geeignet für die Eingliederung in automatischen Fertigungszellen«, so verspricht es der Oberfl ächenspezialist Rösler aus Untermenzenbach.

Ein Hauptaugenmerk legt das Unternehmen hier auf die wirtschaftliche Oberflächenbearbeitung von Werkstücken, wie sie von vollautomatischen Bearbeitungszentren, Pressen, Gießanlagen produziert werden. Immer kürzere Produktionszyklen fordern hier auch eine zügige Oberflächenbehandlung, denn oft verlassen die Werkstücke die Produktionsmaschinen mit Graten, scharfen Kanten und unregelmäßigem Oberflächenaussehen. Zudem sind die Werkstükke oft zusammen mit Öl und Spanresten verunreinigt. So ist an eine saubere Montage oder andere nachfolgende Fertigungsschritte nicht zu denken. Ein wirtschaftliches Oberflächenbearbeitungsverfahren kann bei diesen »Massenartikeln« das Gleitschleifen sein. Rösler bietet hier die Oberflächenbearbeitungsanlagen der »Rotomatic«-Baureihe an, die mit Arbeitsbeckenbreiten von 150 bis 370 Millimetern und Arbeitskanallängen von 12 bis 27 Metern zur Verfügung stehen.

Dieser Anlagentyp basiert auf der Technik von Rundvibratoren. Ein mittig im Arbeitsbehälter fixierter Vibrationsmotor sorgt - variabel anpassungsfähig - für individuelle Bearbeitungsleistung. Der Arbeitsbehälter, lagernd auf Spiralfedern, gleicht dem einer vom Zentrum sich aufwickelnden Spirale. Die Werkstückeingabe erfolgt bei jeder Anlagenbauart immer am Spiralbeginn, der direkt im Anlagenzentrum, aber auch in der Außenspirale liegen kann.

LEISTUNG JE METER

Die Werkstücke durchlaufen während ihrer Bearbeitung, exakt dem Eingabetakt folgend, die gesamte Arbeitsbekkenstrecke (von 5 bis 27 m). Am Streckenende schließt sich die Separierzone zur Trennung von Werkstücken und Schleifkörpern an. Berührungsempfindliche Werkstücke verlangen nach einer mit Sicherheitsabständen ablaufenden Bearbeitung, wobei der von der Vormaschine erzeugte Produktionstakt während des gesamten Gleitschliffprozesses weitergeführt werden muß: Arbeitskanallänge, Maschinenintensität und Bearbeitungsdauer werden dem angepaßt. Über die Verkettung mit dem Transportband, das von der Vormaschine gesteuert wird, gelangen die Werkstücke in die »Rotomatic«. Nach deren Durchlauf, der zwischen 5 und 25 Minuten andauern kann, und der anschließenden Trennung von den Schleifkörpern, werden die Werkstücke abgespült, wobei eine nochmalige Reinwasserspülung optional möglich ist.

Die nachfolgende Werkstücktrocknung mit Heißluft findet ebenfalls kontinuierlich im Durchlaufbandtrockner statt. Absolut autark wird die vollverkettete Gleitschliffbehandlung durch Verknüpfung mit einer Prozeßwasser-Kreislaufanlage.

Erschienen in Ausgabe: 10/2004