Glänzende Perspektiven für die Premiere der LASYS 2008

Internationale Kommunikationsplattform für innovative Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung mit hochkarätigem Rahmenprogramm und renommierten Partnern weltweit.

09. Januar 2008

Mit großem Erfolg wurde Ende Oktober 2007eines der modernsten, zukunftsweisenden Messezentren Europas eingeweiht. Und im nächsten Frühjahr, genauer gesagt vom 4. bis 6. März 2008, hat die Messe Stuttgart bereits erneut Anlass zum Feiern: die Premiere der LASYS 2008, eine internationale Laser-Hightech-Fachmesse, die explizit auf innovative Systemlösungen für die Laser-Materialbearbeitung zugeschnitten ist. Sie wird zukünftig im Turnus von zwei Jahren stattfinden. Aufgrund ihrer starken Anwendungsorientierung wird sich die LASYS hervorragend in die bestehende Messelandschaft einfügen. Denn bisher blieben Laser-Systemherstellern vor allem branchenspezifische Messen vorbehalten. Die LASYS hingegen wird umfassend. Das heißt, sie wird material-, branchen- und anwendungsübergreifend zeigen, was Lasertechnik alles kann. Sie richtet sich also an ein breit gefächertes Fachpublikum. Die Erstveranstaltung LASYS 2008 peilt als Besucherzielgruppen zunächst die Hauptabnehmerbranchen Automobilindustrie plus Zulieferindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau, die Metallbe- und verarbeitende Industrie sowie die Feinwerks- und Präzisionstechnik an. Mittelfristig sollen die Zielgruppen jedoch sukzessive erweitert werden, denn die Lasertechnik hat als Schlüsseltechnologie bereits in den unterschiedlichsten Branchen Einzug gehalten. Und das ist erst der Anfang. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gibt an, dass erst zehn bis 20 Prozent aller potenziellen Anwendungen der Lasertechnik in der Materialbearbeitung erschlossen sind.

Laserbranche im Aufwind

Die Laserbranche und dabei vor allem Systemlösungen befinden sich stark im Aufwind. Deutschland besetzt in diesem Technologiefeld eine hervorragende Position. Die deutschen Anbieter konnten nach Aussagen des VDMA in 2006 Laseranlagen im Wert von zirka einer Milliarde Euro umsetzen, was eine Steigerungsrate von fast 25 Prozent gegenüber 2005 bedeutet. Und im Zeitraum der vergangenen fünf Jahre ist der Umsatz um mehr als die Hälfte angewachsen. Betrachtet man die weltweite Nachfrage nach Lasersystemen zur Materialbearbeitung, so legte diese nach aktuellen Analysen von Optech Consulting im vergangenen Jahr um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und erreichte einen Rekordwert von 6,1 Milliarden Euro. Auch die längerfristigen Wachstumsaussichten erweisen sich als äußerst positiv. Bis zum Jahr 2012 rechnen die Schweizer Marktforscher mit einer mittleren jährlichen Zuwachsrate des Weltmarktes von rund zehn Prozent.

Die Branche für Laser in der Materialbearbeitung zeichnet sich als eine sehr innovative Branche aus, was unter anderem am hohen F& -Anteil zu erkennen ist, der laut VDMA-Umfrage, gemessen am Umsatz bei 14 Prozent liegt. Lasertechnologien entwickeln sich rasant weiter. Es werden immer wieder neue Lasermaterialien, Lasergeometrien, Anregungsmethoden und vieles mehr erforscht. Und das Spektrum an Laserstrahlquellen nimmt zu. Damit können die Laserhersteller optimierte Strahlquellen für immer mehr Anwendungen anbieten. Ein Beispiel hierfür sind Scheiben- oder Faserlaser.

Was die Bearbeitung von Materialien angeht, übernehmen Lasersysteme in der Makrobearbeitung heute hauptsächlich Aufgaben wie Schneiden, Schweißen und Beschriften. Laser trennen mühelos bis zu 2,5 Zentimeter dicke Stahlbleche oder schweißen millimetergenau Autokarosserieteile oder beschriften Produkte jeglicher Art. Beim Schweißen hat sich in den vergangenen Jahren das Remote-Schweißverfahren etabliert. Hiermit lässt sich der Laserstrahl aufgrund drehbarer Spiegel extrem schnell in der Ebene positionieren. Laser-Schneideanlagen nehmen derzeit jedoch noch den Löwenanteil ein. Hier setzt sich der Trend zu höheren Laserleistungen in der Blechbearbeitung fort. Für den Anwender bedeutet höhere Laser-Leistung mehr Flexibilität: Er kann sowohl dickere Bleche bearbeiten, als auch schneller schneiden. Experten sprechen von einer Zunahme bei der Schnittgeschwindigkeit von bis zu 40 Prozent. Sensationsverdächtig sind die Fortschritte in der Laser-Mikrobearbeitung, wo das Strukturieren im Vordergrund steht etwa durch Abtragen dünnster Schichten oder mittels lithografischer Verfahren. Auch Prozesse wie Bohren, Schneiden und Temperaturbehandeln führt der Laser aus. Die neueste Generation von High-Speed Laser-Mikrobearbeitungs-maschinen, ausgerüstet mit Femtosekundenlasern, lässt Beschleunigungen von über 15 g zu (das entspricht 147,15 Meter pro Sekundequadrat) - und das bei Positioniergenauigkeiten unter einem Mikrometer. Diese Hightech-Maschinen „bohren“ zum Beispiel Löcher mit zehn Mikrometer Durchmesser - also dünner als ein durchschnittliches menschliches Haar, das zwischen 50 und 70 Mikrometer misst.

Die Lasertechnik bringt der Anwenderindustrie große Vorteile ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Denn sie fördert die Automatisierung von Arbeitsabläufen, erhöht die Flexibilität, steigert die Präzision und damit die Qualität der Produkte und trägt in hohem Maße zur fortschreitenden Miniaturisierung bei. Sie ersetzt und ergänzt zunehmend herkömmliche Fertigungsverfahren und erschließt immer neue Anwendungsfelder wie es etwa am Beispiel der Solarzellentechnik deutlich wird, wo beispielsweise der gütegeschaltete Scheibenlaser die Durchsatzraten beim Durchkontaktieren von Solarzellen enorm steigert. Die Lasertechnik birgt riesige Einsatzpotenziale die es noch zu erschließen gilt, gerade auch was die Bearbeitung nichtmetallischer Werkstoffe angeht.

LASYS 2008 stößt auf großes Interesse

Angesichts der exzellenten Marktchancen kommen ständig neue Anbieterfirmen hinzu, was wiederum Raum für neue und zusätzliche Präsentations- und Kommunikationsplattformen schafft. Hier trifft das Konzept der LASYS 2008 genau den Nagel auf den Kopf. Eine umfassende Darstellung unterschiedlichster Anwendungen von Lasersystemen für die industrielle Fertigung existiert in der bestehenden Messewelt so noch nicht. Und dass der Markt Bedarf an einer anwendungsorientierten Lasermesse hat, indizieren auch die Zahlen der bisherigen Ausstelleranmeldungen zur LASYS 2008. Bereits 101 Aussteller haben zugesagt - davon kommen rund 70 Prozent aus dem Inland und fast 30 Prozent aus den USA, Großbritannien, Italien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Finnland und Tschechien. Das anvisierte Ziel der Messe Stuttgart von 130 Ausstellern, wobei ein Drittel davon aus dem Ausland erwartet wird, liegt also gar nicht mehr so fern. Was die Brutto-Ausstellungsfläche angeht, rechnet die Messe Stuttgart mit der Belegung von 10. 000 Quadratmetern in Halle 4. Die erwartete Besucherzahl liegt bei 4000. Dank der Nähe des Neuen Stuttgarter Messegeländes zum Flughafen wird es ausländischen Besuchern und Ausstellern leicht gemacht, innerhalb kürzester Zeit bequem anzureisen.

Doch nicht allein die ausgezeichnete Infrastruktur des Neuen Messegeländes prädestiniert Stuttgart als idealen Standort für eine internationale Lasersystem-Messe. Besonders vorteilhaft ist, dass in Baden-Württemberg sowohl führende Anbieter von Lasersystemen und Zubehör als auch bedeutende Anwender etwa aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Metallbe- und -verarbeitenden Industrie - um nur einige zu nennen - ansässig sind. Diese Branchen zählen laut dem Prognos „Zukunftsatlas 2006“ zu den Leit- und Wachstumsbranchen Deutschlands. Gerade in Baden-Württemberg sind diese Zukunftsbranchen im Vergleich zur übrigen Republik überdurchschnittlich stark vertreten. Ein ideales Umfeld für eine zukunftsweisende Fachmesse wie die LASYS.

Nach einer aktuellen Studie von Optech Consulting ist Baden-Württemberg mit einem Umsatzvolumen im Jahr 2005 von 4,06 Milliarden Euro bei optischen Technologien ein führender Optik-Standort in Deutschland. Mit 11 Prozent Wachstum stieg der Studie zufolge das Umsatzvolumen im Jahr 2006 auf 4,51 Milliarden Euro. Rund ein Viertel der deutschen Photonikprodukte sind somit in Baden-Württemberg gefertigt. Als besonders umsatzstark unter den optischen Technologien erwies sich dabei im Jahr 2005 mit 1,24 Milliarden Euro die Produktionstechnik, zu der auch Laser und Lasersysteme zur Materialbearbeitung sowie Mikrolithografieobjektive zählen.

Gemeinschaftsstand „Baden-Württemberg“

Um die hohe Kompetenz von Baden-Württemberg zu demonstrieren, wird es einen Gemeinschaftsstand „Baden-Württemberg“ auf der LASYS 2008 geben, der gemeinsam von Baden-Württemberg International (bw-i) und dem baden-württembergischen Kompetenznetz Optische Technologien Photonics BW e.V. initiiert und gefördert wird. Mit dem Gemeinschaftsstand soll es auch kleineren Unternehmen und Start-ups sowie Instituten von Universitäten und Hochschulen aus Baden-Württemberg möglich werden, an der LASYS 2008 teilzunehmen. Außerdem wird die Landesstiftung Baden-Württemberg GmbH am Gemeinschaftsstand partizipieren. Sie fördert seit dem Jahr 2001 im Rahmen des Forschungsprogramms „Optische Technologien" zahlreiche Projekte. Auf der LASYS 2008 sollen Exponate über das Forschungsprogramm und dessen bisherige Resultate informieren. Der Gemeinschaftsstand wird nicht nur marktreife Laserbearbeitungsmaschinen, sondern auch neueste Technologien und neue Ideen für die Zukunft zeigen.

„Stuttgarter Lasertage für Laser-Materialbearbeitung“ auf der LASYS 2008

Mit einem hochwertigen Rahmenprogramm wird die LASYS 2008 demonstrieren, dass sie nicht nur eine internationale Ausstellungsplattform darstellt, sondern ein Kommunikationszentrum repräsentiert, in dem rund um den Laser anwendungsorientiert Erfahrungen ausgetauscht und neueste Trends diskutiert werden, sodass daraus wiederum neue Ideen und Lösungen geboren werden können. Eine Brutstätte für neue Lasertechnologien für die Materialbearbeitung verkörpert auch das renommierte Institut für Strahlwerkzeuge (IFSW) der Universität Stuttgart, das die LASYS tatkräftig unterstützt. Am IFSW wurden 1999 die „Stuttgarter Lasertage für Laser-Materialbearbeitung“ ins Leben gerufen, die großen Erfolg genießen. Sie hatten Vorbildcharakter bei der Konzeption der LASYS. Erstmals werden die SLT `08 nun im Rahmen der LASYS 2008 vom 4. bis 6. März stattfinden, was die Hightech-Fachmesse enorm bereichern wird. Die SLT `08 gehen in die fünfte Runde. Die Vorträge werden erstmals auch simultan übersetzt werden. Bei den Inhalten geht es vor allem um Wissenstransfer von anwenderorientierter Laser-Spitzentechnologie aus der Forschung direkt in die Praxis. Unter der Federführung von Prof. Thomas Graf, Leiter des IFSW, entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Industrie sowie weiteren Stuttgarter Forschungs- und Technologieeinrichtungen wie der FGSW (Forschungsgesellschaft für Strahlwerkzeuge mbH), ein hochkarätiges Programm: Führende Laserhersteller wie Trumpf sowie Rofin-Sinar Technologies werden darüber berichten, welche brillanten Laserstrahlquellen für welche Anwendungsfelder am besten geeignet sind. Prof. Graf wird über neueste Entwicklungen und Forschungsergebnisse am IFSW referieren. Hierzu zählt ein Highlight der besonderen Art: Zum ersten Mal werden Erfahrungen aus der Praxis über die Anwendung von „Lasern mit radialer Polarisation“ preisgegeben werden. Ferner stehen Festkörperlaser im Vergleich mit CO2-Lasern beim Laserschneiden auf dem Prüfstand. Über Laserschweißen und -löten wird es spannende Vorträge geben. Und nicht zuletzt wird auch die zukunftsträchtige Laser-Kunststoffbearbeitung im Fokus stehen. Da die Laserstrahlen zunehmend an Qualität gewinnen und damit die Laserstrahlquellen immer leistungsstärker werden, rückt das Thema Schutzmaßnahmen und Prozess-Sicherheit stark in den Vordergrund. Dem werden sich auch die STL `08 widmen. Das IFSW erwartet 300 bis 400 Teilnehmer.

Einsteigerseminar für Laser-Materialbearbeitung

Mit zwei weiteren Spitzenveranstaltungen untermauert die LASYS ihren Anspruch auf eine internationale Hightech-Laser-Kommunikationsplattform, die auch dem Thema Aus- und Weiterbildung große Bedeutung beimisst. So wird am 4. März 2008 von 10.00 bis 13.00 Uhr im Internationalen CongressCenter Stuttgart (ICS) ein hochkarätig besetztes Einsteigerseminar für Laser-Materialbearbeitung stattfinden. Es soll die wichtigsten Grundlagen der Lasertechnik vermitteln und interessierte Entscheider und potenzielle Anwender, die bisher noch nicht oder kaum etwas mit Lasertechnik zu tun hatten, Hilfe und Unterstützung bieten. Hier hat Prof. Ralf Eckhard Beyer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Ingenieurwissenschaften der Wissenschaftlichen Gesellschaft Lasertechnik e. V. (WLT) sowie Leiter des Fraunhofer Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) die Federführung übernommen.

WLT-Laser-Summerschool 2008

Am 3. März - also am Vortag des Messebeginns, wird die WLT-Laser-Summerschool 2008 ausgerichtet. Die vom WLT e. V. getragene Veranstaltung steht unter der Leitung von Prof. Friedrich Dausinger, von der Forschungsgesellschaft für Strahlwerkzeuge (FGSW). Sie wendet sich vor allem an junge Ingenieure und Naturwissenschaftler aus Industrie und Forschung. Es werden neueste Entwicklungs- und Forschungsergebnisse der Lasertechnik von engagierten Jungwissenschaftlern vorgestellt. Das Spektrum reicht vom Grundlagenwissen über praxisnahes Fachwissen bis hin zu Trends in der Laser-Materialbearbeitung. Schwerpunkte bilden Themen wie Entwicklung moderner Strahlquellen wie Faser- und Scheibenlaser sowie deren Anwendung in Fertigungstechnik und Medizin.

Viele renommierte Partner weltweit

Viele renommierte Partner weltweit sind von dem idealen Konzept der LASYS als internationale anwendungsorientierte Hightech-Plattform für Systemlösungen in der Laser-Materialbearbeitung überzeugt und tragen zu ihrem Gelingen bei. So unterstützt beispielweise die angesehene amerikanische Industrial Laser Community (ILC) der Society of Manufacturing Engineers (SME) mit Sitz in Michigan, die LASYS 2008. Sie wird ihren Mitgliedern einen U.S. Pavillon anbieten, der eine ideale Plattform für den Vertrieb ihrer Lasersystem-Produkte in Europa darstellt. Und wie der Vorsitzende der ILC, Tony Arquish, betont hat, warte die internationale Laserbranche bereits seit langer Zeit auf die exklusive Möglichkeit, die Flexibilität, Vielfältigkeit und Wirtschaftlichkeit von Lasersystemen auf einer eigenen Messe - getrennt von den herkömmlichen Werkzeugmaschinen - vorstellen zu können. Die internationale Unterstützung der SME bestätigt also das anwenderorientierte Konzept der LASYS umso mehr. Die SME ist die weltweit führende Berufsvereinigung für die Förderung von Aus- und Fortbildung in der Fertigung. Sie besitzt Mitglieder in über 70 Ländern und stützt sich auf ein globales Netzwerk mit Hunderten von technischen Arbeitsgruppen und Fachbereichen. Von ihrer Zentrale in Michigan aus erreicht die SME jährlich über eine halbe Million Fertigungsspezialisten und Führungskräfte. Mit dem amerikanischen Partner an Bord sowie weiteren internationalen Partnern, hat die LASYS 2008 die besten Chancen, eine Leitmesse für innovative Systemlösungen für die Laser-Materialbearbeitung zu werden, auf der sich die ganze Welt trifft.