Dr. Christian Koroschetz, Leiter der Technologieentwicklung bei AP&T, beschreibt das Potential des neuen Verfahrens: „Unser Ziel ist es, die heute aus Stahl oder Formguss-Aluminium hergestellten Fahrgestellbauteile in einem neuen Prozess zu produzieren, den wir Press Form Hardening nennen und der für ein erheblich geringeres Gewicht sorgt.“

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Die Berechnungen belegen, dass man das Gewicht des Chassis halbieren könnte, wenn das neue Verfahren bei allen Neuwagen eingesetzt werden würde, so Koroschetz. Voraussetzung dafür ist jedoch ein kosteneffektiver Produktionsprozess, der sicherstellt, dass die Bauteile tatsächlich alle gewünschten Eigenschaften haben. Stärke, Zugfestigkeit und Stabilität dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Produktionsanlage in vier Jahren

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Die Projektteilnehmer gehen davon aus, dass innerhalb vier Jahren eine fertige Produktionsanlage für Testbaureihen zur Verfügung stehen wird. Bis dahin stehen noch umfassende Entwicklungsarbeiten bei Material, Umformungsverfahren und Prozessen an. Im Rahmen des Projektes bringt AP&T das Fachwissen im Bereich der Werkzeug- und Prozessgestaltung ein.

Außerdem ist das Unternehmen zuständig für den Aufbau einer vollständigen Produktionsanlage zur Herstellung von Testbauteilen. Im Zuge dieser Zusammenarbeit ist mittlerweile ein Metallurge von Sintef vor Ort bei AP&T im schwedischen Ulricehamn tätig. „Dank seiner Spezialkenntnisse in Bezug auf Aluminium ist Knut Erik Snilsberg eine gute Ergänzung unseres F&E-Teams“, freut sich Christian Koroschetz.