Gesundheit und Sicherheit

Berufsgenossenschaften Gesundheit und Sicherheit stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Auftritts der Metall-Berufsgenossenschaften auf der Hannover Messe 2006 vom 24. bis 28. April.

11. Mai 2006

In der Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften (VMBG) kooperieren die für das Metall be- und verarbeitende Gewerbe zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (www.vmbg.de). Dabei betreuen sie bundesweit etwa 3,9 Mio. Versicherte in über 135.000 Unternehmen. Sie erarbeiten Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Vermeidung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren. Gleichzeitig sorgen sie für die medizinische und finanzielle Absicherung nach Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten sowie für die berufliche und soziale Wiedereingliederung der Betroffenen. Auf dem VMBG-Stand A 46 in Halle 2 präsentieren sie effiziente Lösungsmöglichkeiten im Kampf gegen Berufskrankheiten ebenso wie neue technische Entwicklungen zum Abbau von Belastungen am Arbeitsplatz.

Lärm zerstört

Die Lärmschwerhörigkeit führt mit jährlich rund 6.000 Fällen die Liste der häufigsten Berufskrankheiten an. Rund 162 Millionen Euro zahlten die Berufsgenossenschaften allein im Jahr 2004 für die Behandlung und Kompensation Lärm bedingter Schäden. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis vermitteln wirksame Lösungsansätze. Außerdem wird verstärkt auf die Gefährdungen durch Lärm im privaten Umfeld aufmerksam gemacht. Eine technische Unterstützung zur Reduzierung von Belastungen am Arbeitsplatz bietet das in Schweden und Österreich entwickelte PIMEX-System. Es macht die Belastungen während einer Tätigkeit direkt sichtbar und überträgt die Bilder und die dazu gehörenden Messdaten auf einen angeschlossenen Laptop. Die unmittelbar an die Aufzeichnung angeschlossene Analyse gemeinsam mit dem gefährdeten Mitarbeiter ermöglicht so perfekt zugeschnittene und nachhaltige Verbesserungen. Außerdem beleuchtet die VMBG ein oft wenig beachtetes Thema. Das Arbeiten in Höhen und Tiefen stellt seit jeher ein erhebliches Gefahrenpotenzial und Unfallrisiko dar. Welche Fähigkeiten muss ein guter Retter mitbringen, der Verletzte aus großen Höhen mit einem Seil gesichert bergen soll? Die Unfallopfer sind auf geschultes Rettungspersonal, sichere Technik und eingespielte Organisationsabläufe angewiesen. Wie aber sind diese Kriterien definiert? Antworten darauf soll das Forschungsprojekt »Seilunterstütztes Retten und Bergen aus Höhen und Tiefen« geben, das der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften zusammen mit der VMBG und vier weiteren Berufsgenossenschaften in Auftrag gegeben hat.

Erschienen in Ausgabe: 04/2006