Geschweißte Eleganz

Komplettversorgung mit verschiedenen Schweiß- und Schutzgasen

Die Volkswagen AG fertigt die Karosserie der neuen Oberklasse-Limousine Phaeton im Werk Mosel bei Zwickau. Seit vielen Jahren ist die Messer-Niederlassung in Zwickau zuverlässiger Lieferant für dieses Werk. Daher entschied sich VW, auch die für die Produktion des Phaeton erforderlichen Schweißschutzgase zu beziehen.

06. Januar 2003

Mit dem Volkswagen-Konzern verbindet Messer seit langem eine gute Partnerschaft. Bereits für die Fertigung des Passat liefert Messer die Schweißschutzgase in Tankwagen nach Mosel. Die verflüssigten Gase Argon und Kohlensäure werden aus den messereigenen Tankanlagen entnommen und über eine Gasmischanlage in der geforderten Schutzgasqualität den Schweißrobotern in der Produktion zugeführt.

Novum bei der Produktion: Schweißnahtlängen zwischen 20 und 30 mm

Auch bei der Produktion des Phaeton ist Messer seit Beginn mit dabei. Neu in Mosel ist die Industrieabnahme von zwei automatisch umschaltbaren Bündelstationen mit der 300-bar-Technik von Messer für die Produkte Argon und Krysal im Februar 2002. Dabei wird Argon als Schutzgas zum Hartlöten im Dachelementbereich und das Schweißgas Krysal für sichere Schweißverbindungen in der verstärkten Stahlrahmenkonstruktion der Karosserie eingesetzt.

Als besonderes Novum geht man bei der Produktion des Phaeton mit Messer-Schweißschutzgasen weg von der herkömmlichen Punkverschweißung hin zu Schweißnahtlängen zwischen 20 und 30 mm.

Qualitätssicherung in der Aluminiumverarbeitung

Der VW Phaeton wird nicht vollständig in der Gläsernen Manufaktur in Dresden hergestellt. So liefert das Werk beispielsweise die lackierten Karosserien zu. Es werden aber auch schon in der vorgelagerten Produktion, außerhalb des Mosel-Werks, elementare Teile des Phaeton bei verschiedenen Messer-Kunden hergestellt. Dies betrifft unter anderem den Instrumententräger und ein Fahrwerksteil für das innovative Fahrwerk mit Luftfederung und vier wählbaren Dämpferprogrammen.

Hier wird beispielsweise „Monomix He 15“ verwendet. Durch den Einsatz dieses Schweißschutzgases konnte eine deutliche Qualitätssicherung in der Aluminium-Verarbeitung zu anderen gängigen Produkten erreicht werden.

Mit der neuen Oberklasse-Limousine Phaeton aus der Gläsernen Manufaktur in Dresden hat Volkswagen nach Meinung zahlreicher Automobil-Experten einen Meilenstein in der Entwicklung zukunftsweisender Fahrzeug-Technik gesetzt. Volkswagen plant 2004 an jährlich 20.000 Exemplare des Phaeton zu verkaufen. Das bedeutet, daß weitere Hallenkomplexe mit technischen Gasen versorgt werden müssen. Die Servicetechniker von Messer bereiten daher schon jetzt gemeinsam mit Volkswagen die Umstellung auf die Versorgung durch Tanks vor.

Erschienen in Ausgabe: 11/2002