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Gasparinis Serviceoffensive

Gasparinis Serviceoffensive

Gasparini rüstet sich für den deutschen und österreichischen Markt und will neben technischen Spitzenprodukten seinen Service stark ausbauen, um ordentlich zu wachsen — Servicevorbild ist hier die Schweizer Spiegel AG.

19. September 2008

Selbst technische Spitzenprodukte können ein Unternehmen nicht zum Erfolg führen, wenn die Anwender im Servicefall unzureichend betreut werden. Enttäuschte und verärgerte Anwender sind ein denkbar schlechter Nährboden für weiteres Wachstum trotz Spitzentechnik. Daher tritt nun Gasparini mit einer völlig neuen Mannschaft auf dem deutschen und österreichischen Markt an, um hier einen Service nach dem Vorbild der schweizerischen Spiegel AG zu errichten. Diese Aufgabe übernehmen Frank Heyerick für Deutschland und Martina Morandin für Österreich. Im Rahmen einer Hausausstellung der Spiegel AG im schweizerischen Kreuzlingen in der Nähe von Konstanz präsentierte Gasparini das geplante Vorhaben und die Führungscrew, die dieses Konzept umsetzen wird. Künftig können sich Gasparini-Anwender also zum Beispiel auf eine wirkungsvolle Fernwartung freuen. Luigi Greco, der Geschäftsführer der Spiegel AG, erläutert dazu die Details: »Mit diesem System können beispielsweise alle logischen Zustände der Zylinder abgefragt werden. Viele weitere Details, die von der Maschine zur Zentrale übertragen werden, ergeben ein Gesamtbild vom Zustand der Maschine, die es dem Monteur erlaubt, abzuschätzen, welche Wartung oder Reparatur nötig ist.« Das Unternehmen bietet verschiedene Wartungspakete für eine optimale ›Gesunderhaltung‹ jeder Maschine. Darunter eine Präventivwartung, die alle sechs Monate durchgeführt wird und bereits 15 Prozent Rabatt auf Ersatzteile enthält. Schulungskurse sind ein weiterer wichtiger Service der Spiegel AG. Denn diese führen zur sicheren und kurzfristigen Beherrschung von Maschine und Steuerung, um die hochwertigen Produktionsmittel rasch gewinnbringend einzusetzen und unnötige Maschinenschäden durch Fehlbedienung zu minimieren.

Das Netzwerk

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Wer Bleche verarbeitet, benötigt dazu verschiedenste Maschinen. Neben hochwertigen Gasparini-Maschinen präsentierte die Spiegel AG auf ihrer Hausaustellung daher Entgratmaschinen von Ernst, Biegemaschinen von RAS, Rolleri-Abkantwerkzeuge, Sonderwerkzeuge von BR-Tec, Roboter von Kuka und Software von Alma. Alle diese Unternehmen präsentierten Lösungen rund um die Blechbearbeitung, die es in sich haben. So bietet etwa das Unternehmen Ernst eine Entgratmaschine, die in der Lage ist, zuverlässig selbst Gratwulste mit vier bis fünf Millimeter Stärke zu beseitigen. Eine Spanntechnik, die mit Druckluft arbeitet, ermöglicht den Einsatz von Standardschleifpapierbögen, was zu einem Kostenvorteil von 50 Prozent gegenüber geklebten Schleifbändern führt.

Ab Losgröße Eins

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Ein Highlight der Ausstellung war die Präsentation der ›RoboWave‹-Biege-Software. Das Programm ermöglicht eine schnelle Teileprogrammerzeugung für Roboter und Presse ab Losgröße eins. Problemlos werden mit diesem System Blechteile mit den Biegekanten konstruiert und die Programme für den Biegeprozess erzeugt. Dazu ist nach der entsprechenden Vorarbeit nur mehr lediglich ein Knopfdruck nötig. Vollautomatisch werden die Programme für Roboter und Biegemaschine erstellt. Dieses System eignet sich daher hervorragend, um selbst an einem Hochlohnstandort wirtschaftlich Blechteile in Einzel- und Kleinserien zu fertigen. Dies bestätigte zudem die begeisterte Reaktion der Besucher, die das System live im Einsatz prüfen konnten.

Der flexible Aufbau des Systems erlaubt in einer Art Baukastensystem unterschiedlichste Biegemaschinen mit unterschiedlichsten Robotern anzusteuern. Selbst eigene beziehungsweise erst künftig erhältliche Roboter mit neuen Möglichkeiten können durch das offene System vom Anwender selbst erstellt und eingebunden werden. Besonders für die Biegezelle ›SmartBendCell‹ von Gasparini ist das System ein Gewinn und puscht die Leistungsfähigkeit dieser Anlage ganz gewaltig. Kollisionsbetrachtungen im System vermeiden Beschädigungen des teuren Fertigungsmittels. Selbst Feineinstellungen in der Roboterbewegung sind möglich, ohne dass die Steuerung des Roboters dazu manuell geteacht werden müsste, wie es noch so manch anderes System erfordert.

Perfekte Biegeteile

Altgediente Facharbeiter kennen das Problem der ungeheuren Kräfte, die während des Biegevorgangs den Maschinenkörper belasten und durch dessen Verformung zu unbefriedigenden Biegeergebnissen führen können. Häufig wird versucht, den Fehler mechanisch etwa mittels Keilen zu beseitigen. Häufig mit großem Zeitaufwand und nur geringem Erfolg. Gasparini entwickelte daher die aktive Bombierung. Über ein Messsystem wird die Verformung des Biegeteils während des Biegevorganges erfasst und mittels im Maschinenkörper eingelassener hydraulische Zylinder kompensiert. Das Ergebnis sind perfekte Biegeteile über die ganze Nutzlänge der Biegemaschine. Insgesamt zeigte sich auf der Hausaustellung deutlich die Klasse des Sortiments und der Kompetenz der Spiegel AG. Die Maschinen der jeweiligen Spezialisten für die Blechbearbeitung überzeugten mit den Fähigkeiten ihrer Angebote. Es ist den Pionieren Frank Heyerick für Deutschland und Martina Morandin für Österreich zu wünschen, dass sie eine ebenso glückliche und erfolgreiche Hand haben, wie sie die Spiegel AG seit 125 Jahren besitzt. Die hochwertigen Gasparini-Maschinen aus dem Italienischen Istrana (Treviso) hätten es jedenfalls verdient, hier noch erfolgreicher zu sein.

Wolfgang Fottner

Erschienen in Ausgabe: 09/2008