Ganzheitliche Produktionssysteme

Erfolgsmodelle der Großindustrie nutzen.

18. März 2008

Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) sind nicht nur für große Industriebetriebe geeignet. Auch kleine und mittlere Unternehmen können über die flexible Standardisierung organisatorischer Maßnahmenpakete die Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen optimieren. Das ist das Ergebnis eines nun abgeschlossenen Forschungsprojektes der Dortmunder Initiative zur rechnerintegrierten Fertigung RIF e.V.. Zwar können KMU die „Quick Wins“ der Großserienfertigung – beispielsweise bei Durchlaufzeiten oder Produktivität – direkt nach Einführung von GPS nicht 1:1 realisieren, aber sie haben es dank übersichtlicherer Organisationsstrukturen einfacher, GPS schnell und pragmatisch einzuführen und als mittelfristig wirksame Strategie zur Stärkung der Wettbewerbsposition zu nutzen. Interessierten Unternehmen steht die Quintessenz des zweijährigen Forschungsprojektes als praxisorientierter, interaktiver Anwenderkatalog ab sofort im Internet unter www.modernisierungskonzepte.de kostenlos zur Verfügung. Der Anwenderkatalog unterstützt die Einführung neuer oder Verbesserung bestehender GPS in Unternehmen. Die RIF-Experten konnten dabei das Erfahrungswissen von langjährigen GPS-Anwendern der Großindustrie wie Daimler-Chrysler und Toyota für den Bedarf von mittelständischen Produktionsunternehmen zuschneiden. 15 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der produzierenden Industrie, insbesondere der Automobilbranche und dem metallverarbeitenden Gewerbe, begleiteten das Projekt. Von diesen Unternehmen befinden sich zahlreiche im Einführungsprozess eines GPS, allerdings waren auch mehrere Know-how-Führer involviert, die bereits GPS realisiert haben, deren fortlaufende Verbesserung sie nun vorantreiben. Die Projektpartner bekräftigten die Zweckmäßigkeit der im Anwenderkatalog aufbereiteten Inhalte.