Full-Service und kalkulierbare Kosten für die Staplerflotte

Kurze Abrufzeiten, eine taktgenaue Produktionsversorgung und eine große Liefertreue – gerade an Zulieferer der Automobilindustrie werden hohe Anforderungen gestellt. Um diese lückenlos zu erfüllen, müssen alle Prozesse optimal ineinandergreifen, und zwar bis in das kleinste Detail. Das umfasst auch die eingesetzten Fördermittel für den Transport der Bauteile. Bei der Beschaffung und Wartung seiner Stapler vertraut voestalpine Polynorm deshalb auf die Schöler Fördertechnik AG. Aktuell wird die bestehende Staplerflotte durch neue Elektrostapler Linde E45 ausgetauscht.

22. August 2013

Seitenwände, Dächer, Motorhauben, Türen, Heckklappen und Kotflügel – das Produktspektrum der Voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG mit Sitz in Schwäbisch Gmünd verrät schnell, dass es sich bei dem Unternehmen um einen Zulieferer der Automobilindustrie handelt. Spezialgebiet sind pressgehärtete Karosserieteile, die sich durch eine besondere Crashsicherheit auszeichnen.

Zu den Kunden zählen unter anderem BMW, Porsche und Mercedes. Namen, die den hohen Qualitätsanspruch bereits erahnen lassen. „Aktuell produzieren wir z. B. Seitenwände für Rolls-Royce. Hier ist schon allein die Abmessung von fast fünf Metern eine Herausforderung, und zwar vor allem beim Transport“, erklärt Benno Rammelmüller, Geschäftsführer von Voestalpine Polynorm. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die eingesetzte Staplerflotte – im Hinblick sowohl auf die technische Ausstattung als auch auf die Verfügbarkeit.

Erster Kontakt über das Thema Instandhaltung

Große Abmessungen, Ladungsträger mit einem Gesamtgewicht von bis zu drei Tonnen und enge Wendekreise: Das sind einige der zentralen Anforderungen an die Flurförderzeuge bei voestalpine Polynorm. Darüber hinaus bestehen – da keine Standby-Stapler vorhanden sind – hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit.

„Unsere bisherige Staplerflotte ist seit rund fünf Jahren im Einsatz und wir waren mit dieser grundsätzlich zufrieden. Allerdings kamen wir langsam an den Punkt, an dem der Wartungsaufwand spürbar zunahm“, so Rammelmüller. Daraus resultierte der erste Kontakt mit Schöler Fördertechnik, exklusiver Vertriebspartner von Linde Material Handling im Südwesten Deutschlands.

In der Vergangenheit arbeitete der Automobilzulieferer beim Thema Instandhaltung erfolgreich mit einem kleineren örtlichen Servicebetrieb zusammen. Einziger Nachteil: Dieser konnte dem Unternehmen kein Komplettpaket bieten und entsprechend hoch war der Aufwand bei der Angebotseinholung sowie bei der Auftragsvergabe. Zusätzlich waren die Instandhaltungskosten schlecht planbar.

Der Linde-Vertragspartner Schöler präsentierte voestalpine Polynorm ein umfassendes Full-Service-Wartungskonzept für die aus 14 Fahrzeugen bestehende Staplerflotte. Dass es sich dabei nicht um Linde-Geräte handelt, spielte für das Unternehmen keine Rolle. Alle Techniker sind so ausgebildet, dass sie herstellerunabhängig die Wartung gewährleisten können.

„Schöler überzeugte uns außer durch sein fundiertes Konzept vor allem durch die umfangreichen Referenzen. Mehrere große Betriebe aus der näheren Umgebung arbeiten bereits mit dem Unternehmen zusammen“, betont Rammelmüller. Heute betreut ein Schöler-Mitarbeiter sämtliche Stapler des Automobilzulieferers. Dieser profitiert dadurch von kalkulierbaren Kosten sowie kurzen Reaktionszeiten.

„Der Techniker bewegt sich auf unserem Werksgelände quasi wie ein eigener Mitarbeiter. Er steht uns nicht nur bei technischen Problemen zur Seite, sondern auch wenn es um Fragen zur Handhabung der Stapler geht“, so Rammelmüller.

Neue Elektrostapler-Baureihe weckte Interesse

„In der Vergangenheit sahen wir am Markt keine Alternative zu den von uns eingesetzten Staplern – vor allem im Hinblick auf die Tonnage. Das änderte sich mit der neuen Elektrostapler-Baureihe von Linde“, blickt Rammelmüller zurück. Diese wurde auf der Cemat 2011 präsentiert und im Dezember 2011 erhielt voestalpine Polynorm ein Testgerät zur Verfügung gestellt, das speziell für das Unternehmen beauftragt wurde. Und der Elektrostapler Linde E45 überzeugte: Das Probefahrzeug wurde übernommen und vier weitere in Auftrag gegeben. Im Laufe des Jahres soll nach und nach die komplette Flotte ausgetauscht werden.

Der Linde E45 punktete bei voestalpine Polynorm gleich in mehreren Bereichen. Mit einer Tragfähigkeit von 4,5 Tonnen und dem erhöhten Lastschwerpunkt von 600 Millimetern erfüllt er die Anforderungen für den Transport der eingesetzten Ladungsträger optimal. Auch die schmalen Gassen meistert das Fahrzeug aufgrund seiner Wendigkeit problemlos. „Um die geforderte hohe Verfügbarkeit sicherzustellen, wurde der Stapler von uns mit Wechselbatterien ausgestattet“, erläutert Dietmar Kick, Projektverantwortlicher bei Schöler Fördertechnik.

Mitarbeiter reagieren positiv

Den Mitarbeitern von voestalpine Polynorm bereitete die Umstellung auf die neuen Stapler keine Probleme. „Im Gegenteil, der E45 ist heiß begehrt – auch weil der Fahrkomfort im Vergleich zu den alten Geräten deutlich höher ist“, erzählt Rammelmüller mit einem Augenzwinkern. Dazu tragen unter anderem Federschwingen an der Antriebsachsaufhängung bei, die Stöße von der Fahrbahn oder dem Hubgerüst abfedern.

Darüber hinaus verfügt der Stapler über einen luftgefederten Sitz mit zusätzlicher Polsterung und breiter Sitzfläche. Und auch die Doppelpedalbedienung sorgt für ein komfortables Arbeiten. Das Thema Sicherheit kommt ebenfalls nicht zu kurz – die obenliegenden Neigezylinder ermöglichen den Einsatz von schlanken Hubmastprofilen. Damit ist eine gute Sicht auf Last und Wegstrecke gewährleistet.

Eine Investition, die sich lohnt

Die Zusammenarbeit zwischen voestalpine Polynorm und Schöler Fördertechnik wurde in der Zwischenzeit auch auf Gebrauchtgeräte ausgedehnt. Diese sind für den Automobilzulieferer vor allem für Einsatzszenarien außerhalb der Serienproduktion eine kostenattraktive Alternative.

„Dank der Kooperation mit Schöler profitieren wir von einer hohen Verfügbarkeit und Produktivität unserer Staplerflotte. Unsere Altgeräte werden zuverlässig gewartet und der Linde E45 erfüllt unsere Erwartungen hinsichtlich Produktivität und Zuverlässigkeit absolut“, fasst Rammelmüller zusammen. Auch auf der Kostenseite sind positive Effekte spürbar: Die Instandhaltungskosten sind planbar und die neuen Stapler senken die Betriebskosten.