Für die Elektromobilität gewappnet

Mit der Entwicklung hin zum Elektroantrieb werden Stahl-Service-Center, die Stähle mit hohen und höchsten Festigkeiten prozesssicher und wirtschaftlich verarbeiten können, künftig wichtiger. Stahlo ist darauf bestens vorbereitet. Auf der Blechexpo zeigte das Unternehmen seine Leistungsfähigkeit bei der Verarbeitung hoch- und ultrahochfester Stähle.

21. November 2019
Für die Elektromobilität gewappnet
Im neuen Stahlo-Werk in Gera lassen sich täglich rund 100 Coils und jährlich mehr als 400.000 Tonnen Stahl verarbeiten. (Bild: Stahlo)

Elektro- und Hybridantriebe werden in absehbarer Zeit einen hohen Anteil an der Fahrzeugproduktion ausmachen. Das hat Auswirkungen auf die vorgelagerten Produktionsketten. Für den Werkstoff Stahl birgt der Trend weg vom Verbrenner, hin zu anderen Antriebstechnologien großes Potenzial – etwa bei crash-relevanten Bauteilen, die nicht nur die Fahrzeuginsassen, sondern auch zukünftig die sensiblen Batterien des Fahrzeuges schützen müssen. Daher werden Stahl-Service-Center wie Stahlo in Zukunft gefragter sein.

Partner für ultrahochfesten Stahl

Mit dem gerade fertiggestellten, neuen Werk in Gera hat das Stahl-Service-Center seine Kapazität an diesem Standort auf 400.000 Tonnen verdoppelt. Unter anderem sind dort eine zweite Konturenschneidanlage und eine weitere Spaltanlage hinzugekommen. Letztere kann Coils bis zu einem Ringaußendurchmesser von 2.100 Millimetern und bis zu 60 Streifen in einem Arbeitsgang verarbeiten. Damit ist Stahlo in der Lage, hochfeste sowie ultrahochfeste Stähle mit Festigkeiten bis 1.900 Megapascal prozesssicher zu verarbeiten.

»Für Stahl-Service-Center ist die Entwicklung zur Elektromobilität eine Chance«, sagt Oliver Sonst, seit Oktober 2019 Geschäftsführer von Stahlo. Alles in allem, so rechnen einige Experten vor, könnte der Flachstahleinsatz pro Elektrofahrzeug um zehn Prozent gegenüber konventionellen Antrieben steigen. Doch zugleich wird mit einem zunehmenden Kostendruck in der Automobilindustrie gerechnet. Mit hochfesten und ultrahochfesten Stählen steht den Automobilherstellern eine Werkstoffgruppe zur Verfügung, die nicht nur hervorragende mechanische Eigenschaften aufweist, sondern zugleich wirtschaftlich ist und eine im Vergleich bessere CO2-Bilanz in der Produktion aufweist.

Investition in die Zukunft

Der Trend hin zu höheren Festigkeiten der eingesetzten Stähle dürfte daher anhalten. Mit steigender Festigkeit wird jedoch auch die Verarbeitung des Werkstoffs Stahl immer anspruchsvoller. Werkstoff-Know-how bei der Verarbeitung von Stahl wird zunehmend wichtiger. So sind verlässliche Partner wie Stahlo für die Automobilindustrie entscheidend.

»Mit seinen qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der technischen Anwendungsberatung ist Stahlo darauf bestens vorbereitet«, sagt Oliver Sonst. Mit seiner Investition in modernste Verarbeitungsmöglichkeiten sowie der Verdopplung der Kapazität am Standort Gera auf in Summe 800.000 Tonnen pro Jahr hat das Unternehmen in die Zukunft investiert.

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