Für anspruchsvolle Werkstoffe

Fokus / Schweißen

Die Laserbearbeitungsmaschine PSM 400 Blade Welder von Schunk ist ein Spezialist. Selbst hochwarmfeste Nickel- oder Kobaltbasislegierungen lassen sich damit rissfrei, schnell und kostengünstig bearbeiten.

01. Oktober 2012

Mit einer Pulsspitzenleistung von 8 KW erzielt die Lasag-Laserquelle eine Pulsenergie von 110 J. Über die skalierbare Pulsformung und -modulation lassen sich die Laserparameter an die spezifischen Eigenschaften der Werkstoffe anpassen. Die Pulsdauer kann auf lange 200 ms ausgedehnt werden. Die adaptive Closed-Loop-Regelung sichert, dass der lampengepumpte Festkörperlaser präzise und leistungsstabil arbeitet. Um zu vermeiden, dass ein reflektierter Strahl die Faser beschädigt, werden im Blade Welder leistungsfähige Fasern eingesetzt, die Reflexionen absorbieren.

Auch die anderen Laserbearbeitungsmaschinen der PSM-400-Serie von Schunk Lasertechnik sind mit ihren drei, vier oder fünf Achsen flexibel einsetzbar. Mit ihnen lassen sich sowohl kleine als auch große Bauteile schnell und komfortabel bearbeiten. Ein elektrisch höhenverstellbarer, schwenkbarer Maschinentisch sowie ein verschieb- und schwenkbarer Laserschweißkopf sorgen für Flexibilität im Arbeitsbereich. Auf sämtliche Bearbeitungs-, Programmier- und Kontrollfunktionen kann der Operator unabhängig von der Bauteilgröße bequem zugreifen.

Mit der bedienerfreundlichen Look-ahead-Steuerung sowie der Teach-Funktion für Linie, Bogen, Kreis und Spline sind die Maschinen schnell eingerichtet und programmiert. Für einen optimalen Fokusabstand können sie auf Wunsch mit einer mechanischen (MDA) oder lasergestützten (LDA) Abstandseinstellung ausgerüstet werden.

Störkonturfreier Halt in Sekundenschnelle

Für die Laserbearbeitung ferromagnetischer Werkstücke zählt die Magnetspanntechnik zu den effizientesten Spannlösungen. Sekundenschnell lassen sich Teile unterschiedlicher Geometrien spannen und störkonturfrei von fünf Seiten bearbeiten. Abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck bietet Schunk Magnetspannlösungen unterschiedlicher Ausführungen an. So erlaubt der frei positionierbare Phos-Ball eine optimale Ausrichtung der Werkstücke im Raum. Seine Parallelpole werden mechanisch durch Umlegen eines Hebels aktiviert. Für größere Teile wiederum empfiehlt Schunk runde oder rechteckige Magnos-Parallelpolplatten, die ebenfalls manuell aktiviert werden können.

Automatisierte Beladung von Laserschweißmaschinen

Dass der Spannmittelspezialist Schunk nicht nur das Laserschweißen selbst, sondern auch die Peripherie im Blick hat, zeigt die neue Roboterkupplung Vero-S NSR. Die schlanke, störkonturminimierte Leichtbaukupplung ermöglicht eine Palettenbeladung extrem nah am Maschinentisch. So sind besonders niedrige Aufbauten aus Spannstation und -palette realisierbar.

Kombinieren lässt sich die Roboterkupplung maschinenseitig mit dem flachen Palettiermodul Vero-S NSA plus, das beim vollautomatischen Palettenwechsel eine Wiederholgenauigkeit

Hintergrund

1945 – Unter einfachsten Verhältnissen gründete Friedrich Schunk seine mechanische Werkstatt in einer Garage in Lauffen. Sein Ruf als Tüftler (schwäbisch ›Käpsele‹) war sein Kapital. Mit zahlreichen innovativen Entwicklungen, wie einer Lampenschirm-Lochmaschine, sowie seinem hohen Qualitätsanspruch machte sich der Kleinbetrieb von Anfang an einen Namen. Die ersten größeren Aufträge sprechen für sich: Bremstrommeln und Schwungscheiben für den NSU Prinz 4 und Präzisionsteile für das Porsche-Modell 356. Immer mehr verlagerte das Unternehmen seine Kernkompetenz auf die Entwicklung, Fertigung und Verbesserung von Produktionsmethoden. Die Kontinuität in den darauf folgenden Jahren wird auch durch die Personalentwicklung verdeutlicht.

Erschienen in Ausgabe: 06/2012