Fünf Faktoren für Sauberkeit im Betrieb

Und was planen Sie?

Christian Löwe erklärt, worauf Unternehmen bei Maßnahmen zur innerbetrieblichen Sauberkeit in Lagern und Produktionsstätten achten sollten.

16. April 2015

Schmutz muss man da bekämpfen, wo er entsteht. Maßnahmen zur innerbetrieblichen Sauberkeit sollten daher immer vor dem Lager oder der Produktion ansetzen, am besten im Einfahrtbereich. Alle anderen Lösungsansätze wie höhere Reinigungszyklen sind nur ein Kampf gegen Windmühlen. Von außen tragen Reifenprofile, Räder oder Schuhsohlen Verschmutzungen immer wieder nach innen. Diese Verunreinigungen werden wiederum von anderen Profilen aufgenommen und in noch sensiblere Bereiche getragen. Auch für das Image ist eine sichtbare Lösung an der Einfahrtzone von Vorteil, denn Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sehen auf Anhieb, dass sich ein Unternehmen aktiv für die technische Sauberkeit einsetzt.

Gibt es eine Lösung für alle?

Jedes Unternehmen ist anders, und entsprechend variieren auch die Anforderungen. Ein Reinigungssystem sollte dies berücksichtigen und sich für unterschiedliche Branchen anpassen lassen. Da der Platz an der Einfahrtzone häufig stark begrenzt ist, müssen derartige Reinigungssysteme auch flexibel in der Größe sein.

Ist Sauberkeit das einzige Kriterium?

Die Reduzierung von Schmutz auf Hallenböden und in Produktionsstätten verringert auch das Unfallrisiko. Neben generellen Verschmutzungen ist besonders Nässe ein Gefahrenherd. Sowohl für Stapler als auch für Fußgänger stellt Nässe eine große Rutschgefahr da. Eine Maßnahme zur Schmutzbekämpfung sollte daher auch das Einschleppen von Feuchtigkeit verhindern können.

Wie sieht es mit der Energieversorgung solch eines Reinigungssystems aus?

Bei der Wahl einer entsprechenden Lösung sollten Unternehmen nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch denken und mit Weitblick agieren. Ein System, das ohne Strom auskommt, spart Kosten und ist deutlich nachhaltiger. Gerade in der Einfahrtzone stellen Verkabelungen oder technische Gerätschaften potenzielle Gefahrenquellen dar.

Im Optimalfall werden Reinigungssysteme ebenerdig in den Hallenboden eingelassen. Entscheider sollten sich darüber hinaus über die Belastbarkeit informieren – sowohl in Bezug auf das Gewicht als auch der Anzahl der Überfahrten.

Welche Rolle spielen Verschleiß, Wartung und Instandsetzung?

Nachhaltig ist, was funktioniert und sowohl Zeit als auch Kosten spart. Bei der Installation eines Systems sollte man jedoch keine Kompromisse eingehen. Der Einsatz eines Wannensystems kann entweder über eine Rampenlösung oder über das Einlassen im Hallenboden erfolgen. Natürlich bedarf eine ebenerdige Lösung mehr Zeit, das zahlt sich aber aus. Schon vor der Installation sollten sich Entscheider Gedanken über die Wartung und Reinigung des jeweiligen Systems machen. Elektrisch betriebene Lösungen müssen von Technikern konstant geprüft werden. Das hält die laufenden Kosten hoch. In Bürstensystemen, die mit Wannen ausgestattet sind, wird die Verschmutzung zentral gesammelt, und sie kann vom Reinigungspersonal einfach abgesaugt werden.

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Erschienen in Ausgabe: 03/2015