Füllwerk in Betrieb genommen

Die Westfalen-Gruppe hat in Torcy ein Füllwerk für technische Gase in Betrieb genommen.

22. Mai 2008

„Wir haben neun Monate gebaut und 3,2 Millionen Euro investiert“, erläutert Günter Rotering, Leiter Unternehmensbereich Gase der Westfalen AG, Münster. „Damit setzen wir unser europäisches Engagement zielstrebig fort.“ Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gruppe im niederländischen Heteren, südlich von Arnheim, ein ähnliches Füllwerk eröffnet, ihr erstes im Ausland. Der verkehrsgünstig gelegene Standort des Füllzentrums nahe der »Route de Soleil«, der wichtigsten Nord-Süd-Autoverbindung des Landes, wurde aus strategischen Gründen gewählt. Denn sowohl Zentralfrankreich als auch die Schweiz werden von Torcy aus mit Gasen beliefert. Abgefüllt werden alle gängigen technischen Gase in Flaschen und Flaschenbündel: Sauerstoff, Stickstoff, Argon und Kohlendioxid - jeweils als Reingase und als Gasgemische. Das Besondere an diesem Werk: Es verfügt über getrennte Produktlinien für die Flaschenabfüllung von Industriegasen und von Protadur-Lebensmittelgasen nach aktueller EU-Gesetzgebung. Außerdem ist das Werk in 300-bar-Technologie ausgelegt, um der steigenden Nachfrage nach 300-bar-Füllungen nachkommen zu können. Last not least werden auf dem Firmengelände auch Kältemittel für die Kühl- und Klimatechnik abgefüllt.

Von dem Grundstück werden zunächst nur 9.000 Quadratmeter genutzt, die Restfläche bietet noch Spielraum für großzügige Erweiterungen. Den größten Teil des vorbereiteten Areals machen Lagerflächen aus, nur etwa ein Viertel entfallen auf die sieben Hochtanks für technische Gase und Kältemittel, das zweistöckige Betriebs- und Sozialgebäude des Füllwerks sowie die Verkehrsflächen. Im Werk arbeiten derzeit acht Mitarbeiter. „Wir konnten planmäßig starten; die Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen und den Behörden vor Ort lief reibungslos. Besonders die Gemeinde Le Creusot war sehr hilfreich“, berichtet Lutz Markowic, Leiter Technische Gase Ausland bei der Westfalen AG.