Frauen in der Chefetage

Dass sich Frauen in Führungspositionen positiv auf Unternehmen auswirken, belegt eine weltweite Studie des Peterson Institutes for International Economics in Washington. 21.980 Unternehmen aus 91 Ländern nahmen an der Studie Teil. Die Frauenquote innerhalb der Vorstandsmitglieder, und Unternehmensführung lag unter den teilnehmenden deutschen Unternehmen bei 30 Prozent. Damit zählt Deutschland im Ländervergleich zum unteren Drittel.

25. März 2016

Im internationalen Vergleich zeigt sich deutlich die Diskrepanz zwischen Männer- und Frauenanteil in den Chefetagen deutscher Unternehmen. Dabei haben Frauen in gehobenen Positionen einen positiven Einfluss auf den Unternehmensumsatz, wie mehrfach durch Studien erfasst wurde.

Auch das Ergebnis der weltweiten Studie war deutlich: Ein höherer Anteil an Frauen in entscheidenden Chefpositionen steigert den Umsatz der Unternehmen im Schnitt um 15 Prozent. Auch die Börsenwerte sind erhöht. Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich Deutschland allmählich dem Trend zur ausbalancierten Führungsspitze annähert.

Ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen

„Frauen sind, entgegen einiger Behauptungen deutscher Chefs, auch durch ihre familiäre Bindung nicht in ihrer Arbeit beeinträchtigt“, weiß Thomas Rehder, Geschäftsführer der Iperdi Holding Nord. Der Frauenanteil interner Niederlassungen liegt bei dem Personaldienstleister Iperdi schon lange bei einem Anteil von 70 Prozent. Damit gehört das Zeitarbeitsunternehmen zu den Vorreitern innerhalb Deutschlands.

Laut Erhebungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben 70 Prozent der Frauen in Vorständen mindestens ein Kind. Die Herausforderung, um Frauen für das eigene Unternehmen zu gewinnen, ist, das Arbeitsumfeld familienfreundlicher zu gestalten. Denn häufig ist es, nach wie vor, so, dass es die Frauen sind, die in Elternzeit und später in Teilzeit gehen.

„Damit wir diese qualifizierten und erfahrenen Kolleginnen nicht dauerhaft verlieren, möchten wir das Arbeitsumfeld so entgegenkommend wie möglich gestalten. Hierfür bieten wir unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei Iperdi beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle an, mit denen der berufliche und private Alltag bestmöglich organisiert und kombiniert werden kann“, so Rehder.

Familienfreundliche Konzepte

Auch andere Konzepte stehen Chefs zur Verfügung, um zu einem familienfreundlichen Unternehmen aufzusteigen. Hier kämen nicht nur eine interne Kinderbetreuung, sondern auch Unterstützung bei der Suche nach externen Betreuungsstellen, die Möglichkeit eines Homeoffices und Planungsgespräche nach der Elternzeit in Frage. So steht der Balance im Unternehmen in Zukunft nichts mehr im Wege.