„forum robotic“ 2009

Automatisierungstechnik für leichte Bauteile

20. Oktober 2008

Sie sind unglaublich fest, sie sind superleicht, und man kann sie fast beliebig in Form bringen – von der bleistiftdünnen Angelrute bis hin zum haushohen Flugzeugbauteil. Faserverbundwerkstoffe sind die Wunderkinder der Materialtechnologie. Um Glas-, Kohle,- andere Kunst- oder Naturfasern zu verarbeiten, braucht es indes nach wie vor aufwändige Handarbeit. Die Bremer Werk für Montagesysteme GmbH (bwm) entwickelt als einer der wenigen deutschen Anbieter Automatisierungstechnik für industrielle Serienanwendungen in diesem Bereich. Auf dem „forum robotic“ am 12. und 13. Februar 2009 in Bremen stellt bwm seine Systemlösungen vor. Die Handhabung von Hochleistungskunststoffen ist eines der Schwerpunktthemen der Veranstaltung, die von der Messe Bremen und dem Landesverband des VDI veranstaltet wird. Konferenz und Ausstellung informieren über die gesamte Bandbreite von Robotikanwendungen in Maschinenbau, industrieller Fertigung, Forschung und Ausbildung. Die Produktion der Faserverbundwerkstoffe, die auch beim Boots- und Automobilbau eingesetzt werden, folgt immer einem ähnlichen Prinzip: Das Material wird als Textilgeflecht oder -gewebe angeliefert, zugeschnitten und in eine Form geschichtet, mit Kunstharz versetzt und dann „gebacken“. Pro Bauteil seien bisweilen 150 einzeln präparierte Lagen notwendig, erläutert Christian Dörsch, Leiter Mechanische Konstruktion bei bwm. Bei einem 60-Meter-Rotorblatt für eine Windkraftanlage eine zeitaufwändige Aufgabe.