Forscher machen Produktionsanlagen sicher

Produktionsanlagen, bei denen Mensch, Maschinen und Roboter zusammenarbeiten, müssen vor Cyberangriffen sicher sein. Im Projekt „Roboshield“ arbeiten Wissenschaftler des KIT, des Fraunhofer IPA und des Fraunhofer IOSB an Sicherheitskonzepten.

25. Oktober 2018
Ein Thema von Roboshield ist der sichere Betrieb von Arbeitsplätzen mit Mensch-Roboter- Kollaboration. (Bild: Fraunhofer IPA)
Bild 1: Forscher machen Produktionsanlagen sicher (Ein Thema von Roboshield ist der sichere Betrieb von Arbeitsplätzen mit Mensch-Roboter- Kollaboration. (Bild: Fraunhofer IPA))

Die Anforderungen an moderne Produktionsanlagen steigen durch die Digitalisierung und Vernetzung stetig. „Mit Roboshield wollen wir ganz besonders kleineren Betrieben die Umstellung auf Industrie 4.0 erleichtern. Dabei geht es zunächst darum, dass die Anlagenkomponenten, etwa Roboter, niemanden verletzen“, sagt Dr. Christoph Ledermann vom KIT.

Sicherheit als Grundlage für Industrie 4.0

Daneben wird die IT-Sicherheit immer wichtiger: „Dieses Thema ist wegen der Cyberangriffe auf Produktionsanlagen drängender denn je“, sagt Dr. Christian Haas vom Fraunhofer IOSB. Und nicht zuletzt gelte es, in den vernetzten, mit Sensoren ausgestatteten Arbeitsumgebungen die Datensicherheit für die Beschäftigten zu gewährleisten. „Indem Roboshield all diese Aspekte von Sicherheit zusammenbringt, kann es für die Unternehmen zum Türöffner für Industrie 4.0 werden“, so Haas.

Damit Unternehmen ihre Anlagen schnell, preisgünstig und sicher umstellen können, arbeiten die Forscher an Werkzeugen und Prozessen, welche die Entwicklung und den Betrieb sicherer Systeme und Anlagen vereinfachen. Zusätzlich wird ein Beratungszentrum aufgebaut, bei dem sich Unternehmen Tipps holen können, etwa wie ein Roboter in ihrer Produktionsanlage eingesetzt werden kann, welche Vorteile das bringt und welche Vorschriften dabei zu beachten sind.

Open-Lab-Day am 21. Februar 2019

Zukünftig wird es von den Roboshield-Experten Schulungen zu Themen wie der Entwicklung sicherer Software geben. Beim Open-Lab-Day am 21. Februar 2019 am Fraunhofer IPA in Stuttgart besteht für Betriebe die Möglichkeit, direkt mit den Experten ins Gespräch zu kommen und weitere Fragen einzubringen.