Die Laserschneidlinie von Fagor Arrasate erlaubt eine höhere Produktionsflexibilität als herkömmliche Schneidlinien mit Pressen. Das neue Konzept macht Presse und Werkzeug überflüssig. Ein Modellwechsel erfordert keinen Werkzeugwechsel mehr; die Umstellung auf unterschiedliche Fertigungsteile erfolgt durch die Eingabe der Daten in die SPS. Laserschneidlinien sind daher für häufig wechselnde Kleinserienfertigungen prädestiniert.

Ein Vorteil dieser Technik: Der Laser ist nicht durch seine geometrische Form begrenzt, so können auch komplexe Teile gefertigt werden. Der flexible Einsatz des Laserstrahls erlaubt zudem eine bessere Verwertung des Blechs. Im Vergleich zur Presse ist eine Laserschneidanlage kompakter und niedriger. Die Montage geht schneller vonstatten, und das Werkzeuglager wird überflüssig, was zusätzlich Platz spart.

Für den anspruchsvollen Automobilbau

Die Laserschneidtechnik weist laut Fagor in Bezug auf Materialstärke oder Härte des zu schneidenden Coils die gleichen Leistungsmerkmale auf wie herkömmliche Schneidlinien. Verarbeitet werden können verschiedene Stahlklassen, einschließlich ultrahochfester Stähle und Aluminium.

Die Laser-Blanking-Linien erreichen eine Schnittqualität, die mit der von Pressen vergleichbar ist. Mit den möglichen Toleranzen eignet sich die Anlage für den anspruchsvollen Automobilsektor – sowohl für Innen- als auch für Außenhautteile. Für letztere können Reinigungssysteme für die Teile und Arbeitstische in die Anlage integriert werden.

Modularer Aufbau

Je nach Kundenanforderung sind die neuen Anlagen mit bis zu drei Laserzellen bestückt. Bei Bedarf können sie mit den von Fagor angebotenen Stapelsystemen ausgestattet werden – auch mit dem neuen Hybridstapler, der die Effizienz eines Elektromagnetstaplers mit der Vielseitigkeit eines Vakuumstaplers vereint. Des Weiteren stehen Linearrobotern mit automatisierter, flexibler Handhabung zur Verfügung.