Filterauswahl in der Formmessung

Formprüfung - Eigenschaften und Auswahl von Filtern

02. August 2007

Die neu erscheinende Richtlinie VDI/VDE 2631 Blatt 3 „Formprüfung - Eigenschaften und Auswahl von Filtern“ beschreibt Verfahren zur Auswahl von Filtern in der Formmessung und ergänzt damit die Richtlinienreihe VDI/VDE 2631 um ein weiteres Blatt. Nur bei richtiger Filterauswahl ist ein Messergebnis gewährleistet, das den Anforderungen nach Vergleichbarkeit und vor allem dem Anspruch eines „richtigen“ Messergebnisses gerecht wird. Diese Filterauswahl hängt von vielen Faktoren ab, die nicht dem Zufall überlassen werden sollten. Gestaltabweichungen werden in Abhängigkeit von ihrer Wellenlänge in Form, Welligkeit und Rauheit unterteilt. Um eine gesonderte Bewertung dieser Bestandteile zu ermöglichen, ist es notwendig, diese voneinander zu trennen. Dies erfolgt durch eine so genannte Filterung der Messdaten, die ein untrennbarer Bestandteil der Formmessung ist. Gefilterte Messdaten ermöglichen eine funktionsgerechte Bewertung des Werkstückes sowie eine prozessgerichtete Suche nach Ursachen für mögliche Fertigungsfehler. Die Anwendung von Filtern in der Formmesstechnik kann abhängig von den angewandten Filterparametern zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen der gesuchten Kenngrößen führen. Deshalb ist die aufgabengerechte Auswahl des Filters und seiner Parameter wichtig.