Fiberlaser in Kompakt-Bauweise

Mit der neuen Fiberlaser hat der Blechbearbeitungsspezialist Boschert eine Maschine in Kompakt-Bauweise entwickelt, die praktische Vorzüge bietet. Das Rohblech wird mit verfahrenden Spannzangen auf dem Tisch in X-Richtung bewegt, während der „fliegende“ Laserkopf in der Y-Achse verfährt.

01. Mai 2017
Die neue Fiberlaser-Maschine von Boschert in Kompakt-Bauweise hat einen feststehenden Tisch, einen Blechtransport in X-Richtung und einen fliegendem Laserkopf in Y-Richtung. (Bild: Boschert)
Bild 1: Fiberlaser in Kompakt-Bauweise (Die neue Fiberlaser-Maschine von Boschert in Kompakt-Bauweise hat einen feststehenden Tisch, einen Blechtransport in X-Richtung und einen fliegendem Laserkopf in Y-Richtung. (Bild: Boschert))

Boschert liefert den neuen Fiberlaser aktuell in den beiden Baugrößen 3015 mit einem Arbeitsbereich von 1.500 mal 3.000 Millimetern und 4020 mit einem Arbeitsbereich von 2.000 mal 4.000 Millimetern. Wahlweise sind die Maschinen mit einem ein, zwei oder vier Kilowatt starken Fiberlaser von Kjellberg ausgerüstet.

Bleche konturexakt bearbeiten

Anwender können damit Bleche aus Baustahl (bis sechs, zehn und 15 Millimeter), aus Edelstahl (bis vier, sechs oder acht Millimeter) und aus Aluminium (bis drei, vier oder sechs Millimeter) in unterschiedlichen Dicken bearbeiten – und das reproduzierbar präzise und konturenexakt.

Der Maschinentisch ist gut zugänglich. Eine Klappe dient dazu, geschnittene Kleinteile sofort auszutragen. Die Werkstücke können bis 350 Millimeter breit und 1.500 Millimeter lang sein. Die Kleinteileklappe senkt sich dazu um 20 Millimeter nach unten, bevor eine 40-Grad-Kippbewegung zur Teile-Übergabe an eine darunterliegende Fördereinrichtung erfolgt. Dadurch können sich kleine Werkstücke nicht aufstellen. Über ein zweites Förderband werden Schlacke und Restabfälle in einen Abfallbehälter transportiert.

Bedienkomfort für mehr Produktivität

Clever gelöst ist das Spannen der Roh- und Restbleche: Das Blech wird durch vier geführten Spannzangen fixiert und geklemmt. Die Einheit verfährt und positioniert über einen Zahnstangenantrieb in der X-Achse. Je nach Beschaffenheit des Roh- oder Restblechs werden beliebig viele Spannzangen eingesetzt, wobei deren Positionierung am Rohteil per Eingabe an der Steuerung automatisch erfolgt.

Der Laserkopf wird in der Y-Achse über eine Antriebs-Kombination aus Kugelumlaufspindel und Linearführungen schnell und präzise verfahren und positioniert. Zudem ist eine Höhensteuerung mit kapazitiver Abstandsregelung vorhanden, um die optimale Höhe und Fokussierung des Fiberlaserkopfs sicherzustellen. Daraus resultieren laut Boschert hervorragende Schnittergebnisse mit Schnittflächen, die im Normalfall nicht mehr nachbearbeitet werden müssen.

Das präzise Schneidsystem und das Spannkonzept erlauben die Verarbeitung von 500 mal 50 Millimeter großen Restblechen. Unter der Maschinenabdeckung befindet sich ein spezielles, dreifach abgestuftes Sicherheitssystem, das die Bearbeitung – ohne Einrichten besonderer Sicherheitsbereiche – ermöglicht. Die Wartungsöffnung für den Laserkopf ist an der Vorderseite angeordnet, wodurch sich zum Beispiel beim Wechseln der Düse die Standzeiten verringern und die produktiven Laufzeiten erhöhen.