Fernwartung für Metallbandsägen

„Orange your future…“ lautete das Motto der Kasto-Future-Days 18. Eröffnet wurde die Leistungsschau des Acherner Säge- und Lagertechnikherstellers durch Geschäftsführer Armin Stolzer.

09. August 2018
Blicken gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr zurück (von links): Armin Stolzer, Sönke Krebber, Nicole Krebber-Stolzer, Ruth Stolzer, Jonathan Riegel und Stephanie Riegel-Stolzer. (Bild: Kasto)
Bild 1: Fernwartung für Metallbandsägen (Blicken gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr zurück (von links): Armin Stolzer, Sönke Krebber, Nicole Krebber-Stolzer, Ruth Stolzer, Jonathan Riegel und Stephanie Riegel-Stolzer. (Bild: Kasto))

Die Prognosen sehen vielversprechend aus, wie Armin Stolzer in seiner Eröffnungsrede zu erkennen gab. Schon im vergangenen Jahr ist der Umsatz auf mehr als 112 Millionen Euro gestiegen. Für 2018 rechnet er mit einer weiteren Steigerung. Die Auftragslage ist gut und Kasto expandiert weiter. So eröffnete das Unternehmen erst vor wenigen Wochen eine Niederlassung im chinesischen Taicang.

Als ein Highlight aus dem Lagerbereich wurde das neue Distributionszentrum bei Kicherer, einem der größten mittelständischen Stahlhändler Deutschlands, vorgestellt. Von der schnellen Kommissionierung bis hin zur beträchtlichen Verkürzung der Lkw-Verladezeiten erzielt das rund 10.000 Kassetten umfassende Lager eine sehr hohe Performance. Im Bereich Sägen konnten die 600 Fachbesucher sechs Neuheiten und Weiterentwicklungen der Micut-, Miwin- und Tec-Baureihe bestaunen.

Neuentwicklungen im Sägenbereich

Drei zukunftsweisende Neuentwicklungen gibt es bei den Schwenkrahmen-Bandsägen der Baureihe Kastomicut. Zwei davon mit größerem Schnittbereich – die Kastomicut E 4.6 ist speziell für einseitige Gehrungswinkel bis 60 Grad konzipiert und ist für Rundmaterialien bis 335 Millimeter Durchmesser und Flachmaterialien mit Abmessungen bis 460 mal 335 Millimeter ausgelegt.

Mit der Kastomicut U 4.6 können Anwender sogar 520 Millimeter breites Flachmaterial bearbeiten sowie Gehrungsschnitte von -45 bis +60 Grad ausführen. Bei dieser Anlage erfolgt die Materialspannung über einen hydraulischen Horizontalspannstock. Das vereinfacht das Handling und erhöht bei kleinen Serienschnitten die Ausbringung. Für Nutzer, die hauptsächlich kleinere Werkstücke sägen, hat Kasto die Baureihe um die Kastomicut P 1.8 erweitert. Die Maschine hat einen Schnittbereich bis 180 Millimetern und ist für Gerad- und Gehrungsschnitte von null bis +45 Grad geeignet.

Neu ist auch die Maschinenserie Kastomiwin. Mit ihr erhält eine Doppelgehrungsbandsäge für Abläng- und Gehrungsschnitte zwischen -45 und +60 Grad Einzug in das Angebot von Kasto. Als halbautomatische Kastomiwin U 4.6 und automatische A-4.6-Variante ist sie insbesondere für Zuschnitte im Stahlbau, Stahlhandel, Anlagen- sowie im Sondermaschinenbau konzipiert.

 

Neuerungen gab es ebenfalls bei den Tec-Bandsägeautomaten, die Kasto überarbeitet hat. Der optimale Einsatz von Hartmetall-Sägebändern lag dabei im Fokus der Entwickler. Weitere Optimierungen betreffen den Sägevorschub sowie den Hauptantrieb. Zudem erkennen die neuen Tec-Versionen dank Kastorespond die Kräfte am Werkzeug und passen den Vorschub an.

Aus der Ferne

Darüber hinaus gab es eine Neuentwicklung im Servicebereich. Mit der Fernwartungslösung „Visual Assistance“ will Kasto über Tablet, Smartphone oder Smart Glasses die Behebung von Störungen sowie Instandhaltungsarbeiten beschleunigen. Dafür verbinden sich Anwender per Video- und Audio-Stream mit den Service-Mitarbeitern bei Kasto, die ihren Blick so unmittelbar auf die Maschine richten und über die App auch visuelle Hilfestellung leisten können – beispielsweise in Form von Markierungen im Live-Video.

Präsentiert wurde auch die mobile Variante des Warehouse Management Systems Kastologic: Kastomobile vereint von der Einlagerung und Kommissionierung bis hin zum Versand alle Prozessschritte im Materialfluss. Die eindeutige Zuordnung von Ein- und Auslagerungen und Bestand erfolgt über einen QR-Code, den der Anwender einfach einliest.

Vorträge zu den Themen Industrie 4.0 und Security Automation in vernetzten Industrieanlagen sowie Einblicke in die Zusammenarbeit beim Entwicklungsprozess zwischen Kasto und dem Zulieferer für Flugzeugstrukturen Premium Aerotec rundeten neben zahlreichen Werksführungen das Rahmenprogramm ab.

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