Feinschneidpresse für die RWTH Aachen

Die Zusammenarbeit zwischen dem Technologieunternehmen Feintool und der RWTH Aachen ist um ein Kapitel reicher. Das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen hat für seine Forschung eine Feintool-Feinschneidpresse erworben, die jetzt offiziell übergeben wurde. Mit ihr wollen Feintool und das WZL herausfinden, wie sie den Werkzeugverschleiß beim Feinschneiden reduzieren können.

20. Oktober 2015

„Wir haben den Anspruch, die technologische Entwicklung des Feinschneidens weiterzutreiben. Dafür ist die Forschung und die Zusammenarbeit auch mit der RWTH Aachen ein wichtiger Eckpfeiler“, betonte Marc Schori, Segmentsleiter Fineblanking Technology bei Feintool, bei der Übergabe der Presse an das Werkzeugmaschinenlabor.

Mit der Presse XFT2500speed wird das WZL das Feinschneiden intensiv erforschen – vom Einfluss des servomechanischen Antriebs auf die Blechtrennung, dem Einsatz von innovativen Werkzeugwerkstoffen bis zum Scher- und Feinschneiden alternativer Materialien wie Faserverbundwerkstoffe. Gemeinsam mit Feintool startet das WZL außerdem ein Forschungsprojekt, um den Werkzeugverschleiß besser zu verstehen und zu reduzieren.

Gute Forschung braucht gute Umformmaschinen, um das Feinschneiden der Zukunft umfassend untersuchen zu können. Deswegen hat sich das WZL für die Feintool-Presse XFT2500speed entschieden. „Weltweit gab es keinen alternativen Hersteller, der uns eine CE-konforme Presse zu dieser Qualität liefern konnte“, so Dr. Patrick Mattfeld, Abteilungsleiter für Umformtechnik, Schleiftechnik und Technologieplanung.

Ein Forschungsziel, das von WZL und Feintool gemeinsam verfolgt wird, ist die Verschleißreduzierung des Feinschneidwerkzeugs bei komplexer werdenden Bauteilegeometrien und bei dünneren sowie festeren Stählen. „Wenn wir die langjährige Erfahrung von Feintool im Feinschneiden und unsere in der Grundlagenforschung zusammenbringen, ergibt das eine Partnerschaft, von der beide profitieren“, sagte Dr. Patrick Mattfeld. „Wir optimieren die Feinschneid-Technologie in Richtung Wirtschaftlichkeit, Qualität und Produktivität und können damit den Nutzen für die Kunden und Anwender weiter steigern“, ergänzte Marc Schori.

Mit der mit moderner Servotechnik ausgestatteten XFT 2500speed steht den Partnern dafür jetzt eine Pressenanlage zur Verfügung. Zwei geregelte Servomotoren treiben die Presse auf 140 Hübe pro Minute. Gegenüber Modellen mit herkömmlichem Antrieb kann der Output mit geeigneten Werkzeugen laut Hersteller um 100 Prozent gesteigert werden. Auch bei hohen Taktzahlen erzielt sie hohe Werkzeugstandzeiten – dafür sorgen die Steifigkeit der Presse und die frei programmierbaren Bewegungsabläufe.

Partner unterstützen das Projekt

Das gesamte Projekt profitiert vom Technology Network, in dem Feintool eine intensive und strategische Zusammenarbeit mit wichtigen Lieferanten, wie Arku, Böhler, C.D. Wälzholz, Platit, technotrans und Wisura, betreibt. Aus diesem Technology Network stammt wertvolle Unterstützung in Form von Zubehör, Material sowie technischem Support.