FAG-Lager beweisen ihr Potential

Schaeffler Gruppe leistet Beitrag zum TGV-Weltrekord:

25. Mai 2007

Als der Hochgeschwindigkeitszug V 150 - die Abkürzung steht für 150 Meter pro Sekunde - vor kurzem mit 574,8 Kilometern in der Stunde einen neuen Weltrekord auf Schienen aufgestellt hat, konnte sich auch die Schaeffler Gruppe freuen. Insbesondere für die Entwickler aus der Schaeffler Gruppe Industrie, die Fertigungsmitarbeiter sowie die Anwendungsingenieure und Außendienstingenieure von Schaeffler Frankreich war der Erfolg zugleich ein Beleg für ihre exzellente Arbeit. Denn die in den Getrieben und Fahrmotoren eingesetzten Zylinderrollenlager, Vierpunkt- und Kegelrollenlager der Marke FAG sind zwar speziell für Bahnanwendungen ausgelegt. Die Lager waren jedoch nicht eigens für die Rekordfahrt gefertigt worden, sondern entstammen der normalen Serienfertigung. FAG liefert seit Jahren die Antriebslager für die verschiedenen TGV-Generationen an ALSTOM und SNCF. Natürlich ist der 234 Tonnen schwere und 100 Meter lange Rekordzug V 150 kein gewöhnlicher TGV, sondern wurde eigens für diese Rekordfahrt konfiguriert. Er erhielt an beiden Enden die Triebköpfe des neuen TGV-POS. Dazwischen befinden sich drei Mittelwagen, die dem TGV-Duplex entlehnt wurden, wobei sich der zentrale Mittelwagen die Triebdrehgestelle - der jüngsten ALSTOM Entwicklung AGV - mit den beiden äußeren Mittelwagen teilt. Unter dem Barwagen in Zugmitte befindet sich die Traktionsausrüstung, um die angrenzenden Drehgestelle antreiben zu können. Diese Fahrgestelle basieren auf denen des AGV. Wie verlässlich die Lager in den Fahrmotoren und Getrieben tatsächlich gearbeitet haben, lassen die Leistungsdaten erahnen: Schließlich mussten die Lager die gewaltige Antriebsleistung von 19,6 Megawatt (rund 25.000 PS) so reibungsarm wie möglich auf die Schiene bringen. Zum besseren Verständnis: Im Normalverkehr, für den die Lager genau genommen „nur“ ausgelegt sind, wird der TGV lediglich mit der halben Leistung betrieben. Bei der Produktlinie Bahnlager der Schaeffler KG jedenfalls ist man hoch zufrieden über den Leistungsbeweis: Die FAG-Lager haben die Rekordfahrt glänzend absolviert, also werden sie im Normalbetrieb ihre Leistung erst recht gewohnt zuverlässig erbringen.