EU-Länder als wichtigste Absatzmärkte

Der Trend zur Digitalisierung und Automation im Fertigungsprozess war das vorherrschende Thema auf der vergangenen Euroblech. Diese innovative Branchenstimmung bewirkte gegenüber der vorherigen Veranstaltung einen zweiprozentigen Anstieg der Ausstellungsfläche und der Besucherzahlen. 60.636 Besucher aus 102 Ländern waren zur Euroblech 2016 nach Hannover gekommen.

27. März 2017
Die blechbearbeitende Industrie hat sich im vergangenen Herbst wieder zur Euroblech in Hannover getroffen und kann auf eine erfolgreiche Messe zurückblicken. (Bild: Mack Brooks Exhibitions)
Bild 1: EU-Länder als wichtigste Absatzmärkte (Die blechbearbeitende Industrie hat sich im vergangenen Herbst wieder zur Euroblech in Hannover getroffen und kann auf eine erfolgreiche Messe zurückblicken. (Bild: Mack Brooks Exhibitions))

Die Auswertung der Messeumfrage der Euroblech bestätigt den Stellenwert, den die Messe weltweit in der Branche genießt. Außerdem zeigt sie interessante Trends auf, was die konjunkturelle Situation der blechbearbeitenden Industrie und seiner Märkte anbelangt.

Günstige Branchensituation

Die aktuelle Branchensituation beurteilen die Ausstellerunternehmen deutlich günstiger als vor zwei Jahren: Knapp 70 Prozent der deutschen Ausstellerunternehmen und fast 40 Prozent der ausländischen Aussteller bewerteten in der Messeumfrage die derzeitige Branchenkonjunktur als günstig. Auf der Vorveranstaltung lagen diese Werte um sechs und fünf Prozent niedriger.

Die Erschließung neuer Märkte war neben der Neukundengewinnung vorrangiges Messeziel aller Aussteller. Wichtigste Märkte für die Hersteller und Anbieter von Maschinen und Systemen für die Blechbearbeitung sind laut Umfrage die EU-Länder, vor allem Deutschland; darüber hinaus die übrigen europäischen Länder, Asien und Amerika. Als wichtigste Absatzmärkte für die Zukunft wurden Deutschland, die USA, China, Russland und erstmals wieder Polen genannt.

Hohe Internationalität

Weltweite Geschäftskontakte spielen in der Branche weiterhin eine zentrale Rolle. Die Euroblech bildet diesen Fokus auf eine internationale Geschäftstätigkeit durch die hohe Internationalität der Messeteilnehmer ab. 54 Prozent der Aussteller und 39 Prozent der Besucher auf der Euroblech 2016 kamen aus dem Ausland, ein Allzeitrekord.

Besucherzugewinne aus dem Ausland konnte die Messe aus den EU-Ländern (+11 Prozent) und aus Asien (+46 Prozent) verzeichnen. Die Anzahl der Besucher aus Nord- und Südamerika ist um ein Viertel zurückgegangen. Bei den Top-Besucherländern gab es insofern Verschiebungen, als Italien wieder seinen dritten Platz zurückerobern konnte, nach Deutschland und den Niederlanden. Während die Türkei und die USA leicht zurückgefallen sind, taucht erstmals Rumänien unter den 15 größten Besucherländern auf.

Das Messepublikum auf der Euroblech besteht weiterhin zum Großteil aus Fachleuten mit Kaufentscheidungsbefugnis. 84 Prozent der Besucher treffen Kaufentscheidungen oder sind daran beteiligt. 45 Prozent der Besucher kamen 2016 mit konkreten Investitionsvorhaben zur Messe. Bei den Besuchern aus dem Ausland lag der Prozentsatz der investitionsbereiten Besucher sogar bei 57 Prozent. 28 Prozent aller Besucher gaben an, außer der Euroblech keine andere Fachmesse zu besuchen.

 

2018 von Dienstag bis Freitag

Aussteller wie Besucher beurteilten die Messe, die Organisation, das Messemarketing und das Ausstellungsgelände als durchweg gut. Drei Viertel aller Ausstellerunternehmen gaben bereits vor Ort an, auf der nächsten Euroblech wieder auszustellen. Aufgrund der Umfrageergebnisse, in der drei Viertel der Aussteller und Besucher angaben, eine Messedauer von Dienstag bis Freitag zu bevorzugen, findet die Euroblech 2018 vom 23. bis 26. Oktober 2018 in Hannover statt.