Erster Industrial-Internet-of-Things-Hackathon

Unter dem Motto „Get your bits together“ endete am der erste WZL/IMA-Industrial-Internet-of-Things-Hackathon, veranstaltet vom Cybernetics Lab IMA/ZLW & IfU und dem WZL der RWTH Aachen. 58 Teilnehmer stellten ihre Fähigkeiten auf dem Gebiet des Machine Learning in der Produktionstechnik unter Beweis.

26. Januar 2018
Eric van Lessen, Chia-Yuen Chou, Markus Höhnerbach, Oliver Lehmacher und Vera Loeser (v. links) gewannen den ersten Industrial-Internet-of-Things-Hackathon am WZL der RWTH Aachen. Thomas Thiele (1.v.l, IMA), Franz Jurt (2.v.r, Fa. Feintool) und Daniel Trauth (1.v.r, WZL) übergaben das Preisgeld. (Bild: WZL)
Bild 1: Erster Industrial-Internet-of-Things-Hackathon (Eric van Lessen, Chia-Yuen Chou, Markus Höhnerbach, Oliver Lehmacher und Vera Loeser (v. links) gewannen den ersten Industrial-Internet-of-Things-Hackathon am WZL der RWTH Aachen. Thomas Thiele (1.v.l, IMA), Franz Jurt (2.v.r, Fa. Feintool) und Daniel Trauth (1.v.r, WZL) übergaben das Preisgeld. (Bild: WZL))

Produktionsanlagen, sogenannte Large-Scale-Cyber-Physical-Systems, die 30 Tonnen wiegen und zwei Bauteile pro Sekunde auswerfen, erzeugen ein Datenaufkommen bis 0,5 Petabytes pro Tag. Um diese Datenmengen zur Effizienzsteigerung von Produktionsanlagen zu nutzen, müssen neue Ansätze her, beispielsweise aus dem Gebiet des Machine Learnings. Der Hackathon setzte sich daher das Ziel, IT und Produktionstechnik zu verbinden und den Nachwuchs dafür zu begeistern.

58 Teilnehmer. 13 Teams. 1 Wochenende.

Beim ersten WZL/IMA-Industrial-Internet-of-Things-Hackathon traten 58 Teilnehmer in 13 Teams gegeneinander an. Ziel war es, die beste Lösung für vier Aufgaben zu entwickeln. Hierfür hatten die Teilnehmer ein ganzes Wochenende Zeit. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen besichtigen und sich auf die ein oder andere aufbauende Abschlussarbeit bewerben. 

Jedes Team musste sich für eine der Aufgaben vorab entscheiden und diese anschließend lösen. Die Aufgaben drehten sich um die Umformtechnik, die Materialmodellierung und die Produktnachverfolgung. Zur Lösung der Aufgaben mussten die Teilnehmer auf aktuelle Themen wie Machine Learning und Deep Learning für die digitale Bildverarbeitung zurückgreifen.

„Für gute Ideen braucht es nur eine geeignete Umgebung und die ist uns mit dem Hackathon mehr als gelungen“, so Daniel Trauth, Organisator des Hackathons und Leiter der Arbeitsgruppe Machine Learning in Production Engineering am WZL Aachen. „Unermüdlich und ohne Verluste nutzten die Teilnehmer ihre Chance, bei etwas Neuem und Großem dabei zu sein.“ Das muss belohnt werden.

Produktverfolgung mittels RFID-Tags hat gewonnen

Den ersten Platz in derKategorie Survival-of-the-fittest belegte das Team „Bits Please“. Chia-Yuen Chou, Markus Höhnerbach, Oliver Lehmacher, Vera Loeser und Eric van Lessen freuten sich über den Hauptgewinn in Höhe von 2.500 Euro. Ihr Ansatz leistet einen Beitrag zur Bauteil- und Produktnachverfolgung mittels RFID-Tags.

Den zweiten Platz in der Kategorie „Survival-of-the-fittest“ belegten Erik Fleischhauer, Tim Fleischhauer, Hendrik Gruss, Merlin Marek und Birger Normann mit dem Team „Skynet!“. Der dritte Platz in der Kategorie „Survival-of-the-fittest“ ging an die „Digital Priests“ (Jonathan Alms, Christian Bartsch, Luca Tabone, Victor ter Smitten und Jonas Zagatta).

Kreativster Lösungsansatz

Darüber hinaus konnten sich Lukas Körfer, Phillip Legran, Kevin Leonardics, Lennart Moltrecht und Eugen Salzmann mit dem Team „Inces“ über den Innovationspreis freuen, der für den kreativsten und außergewöhnlichsten Lösungsansatz vergeben wurde. Die Preisgelder wurden durch den Hauptsponsor der Feintool vergeben.

Des Weiteren vergab der VDI-Bezirksverein Aachen Nachwuchsförderpreise. Die Gewinner (Dimitrios Begnis, Alexander Brennecke, Patrick Cönen, Stella Coumbassa, Niklas Dahl, Jiahui Geng, Andre Gilerson, Dominik Jeurissen, Jan Kaemmerer, Florian Maurer, Gerhard Moellemann, Yu Qiao, Michel Schmidt, Tobias Springer, Jakob Wunsch, Xiaoli Yang und Haochen Zuo) freuten sich über einen Raspberry Pi 3-Bundle.