Erster Helium-Transportbehälter in Hörstel eingetroffen.

Westfalen AG verschafft sich Zugang zu internationalen Quellen.

06. November 2007

41.000 Liter flüssiges Helium fasst der erste Transportbehälter, der die tiefkalte Fracht von den Förderquellen in Nordamerika zum Sondergasezentrum der Westfalen AG in Hörstel beförderte. »Mit dem Heliumimport wollen wir die Versorgung unserer Kunden mit diesem knappen und kostbaren Edelgas sicherstellen«, erläutert Dr. Wolfgang Miethe, Produktmanager Spezialgase im Geschäftsbereich Technische Gase der Westfalen AG. Fertiggestellt hat die Westfalen AG auch eine rund 1,7 Millionen Euro teure Helium-Abfüllanlage auf dem Gelände des Werks in Hörstel. Grund ist die stetig steigende Nachfrage der Anwender aus Forschung, Medizin und Industrie nach diesem Edelgas, die 2006 in einer weltweiten Verknappung des Produkts gipfelte. Helium besitzt attraktive physikalische Eigenschaften, die die Grundlage für seine vielseitige Nutzung bilden: Es ist geruchlos, farblos, geschmacklos, nicht toxisch und nicht korrosiv. Außerdem ist es das einzige Element im Periodensystem, das bei Normaldruck bis zum absoluten Nullpunkt flüssig bleibt. So wird gasförmiges Helium unter anderem als Schutzgas in der Schweißtechnik, als Betriebsgaskomponente für CO2-Laser, zur Lecksuche, zur Glasfaserherstellung, in der instrumentellen Analytik und als Liftgas für Ballone sowie flüssig zum Betrieb von Kernspin-Tomografen eingesetzt.