Erleichtertes Energiemanagement

Wissenschaftler und Softwarehäuser machen die Bedeutung eines bewussten Energiemanagements für fertigende Unternehmen in Deutschland deutlich.

14. Oktober 2013

„Inzwischen ist die Energiewende in den Unternehmen angekommen, und sie beginnen zu handeln. Immer konkreter wird vor allem das Interesse an einer Energiemanagementsoftware. Insbesondere klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) fragen bei CCC Software in Leipzig an. Denn die steigenden Energiepreise wirken sich flächendeckend auf die Produktionskosten aus. Hier kann ein MES helfen, die Kosten planbarer zu machen und den Energieverbrauch besser zu steuern“, erklärt Sven Bergmann, Geschäftsbereichsleiter Industriesoftware der CCC Software GmbH, Leipzig.

Wie dies genau geht und welche Voraussetzungen im Unternehmen für ein solches MES gegeben sein müssen, darüber sprach Bergmann zusammen mit Diplom-Wirtschaftsingenieur Thomas Wochinger, Gruppenleiter Produktionsplanung und -steuerung der Abteilung Auftragsmanagement und Wertschöpfungsnetze am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart auf der IT & Business 2013.

„Immer noch verbinden viele Mittelständler mit einem MES hohe Investitionskosten und vor allem eine sehr komplexe Systemlandschaft“, erläutert Bergmann. Dem wollen die MES-Experten für den Mittelstand entgegentreten, denn sie wissen aus zahlreichen Projekten, dass ein MES – modulartig aufgebaut und schrittweise eingeführt – ein Gewinn gerade für kleinere Unternehmen ist.

„In MES-Einführungsprojekten gibt es immer wieder typische Stolpersteine, die allerdings gut bewältigt werden können, wenn sie frühzeitig erkannt und angegangen werden“, erklärt Wochinger. Gerade im Bereich Energiedatenmanagement eignet sich ein MES ganz besonders gut. Rasch lassen sich spürbare Vorteile für die Unternehmen erzielen.

Beide Experten sind überzeugt, dass die effiziente Nutzung von Energie in Zukunft über die Existenzsicherung der Unternehmen entscheidet. MES werden immer mehr zu wichtigen Informationsdrehscheiben, sie unterstützen die klassischen Aufgaben eines solchen Systems. MES können die Energiedaten durchgängig verarbeiten und vor allem verursachergerecht zuordnen.

„Wenn man weiß, wo wie viel Energie verbraucht wird, kann man handeln“, erklärt Bergmann. Das Gespräch auf der IT & Business soll den Entscheidungsträgern in den Unternehmen Denkanstöße liefern und Potentiale aufzeigen, die ihnen ein MES vor allem mit Blick auf ein effizientes Energiemanagement bietet.

Energieverbrauch muss künftig unmittelbar in der Fertigung erfasst werden, also dort wo er entsteht. Die Mitarbeiter müssen sehen, wo, welche Energie verbraucht wird, nur so stellen die Unternehmen eine effizientere Energienutzung für die Zukunft sicher. Und hierbei kann eine MES-Lösungen unterstützen“, betont der MES Experte Bergmann.