Energiekosten durch Lastmanagement senken

Science

Mittels des Lastmanagements können Energiekosten erheblich gesenkt werden. Der Sekundärregelpool von Trianel ermöglicht der Industrie die Teilnahme am Regelenergiemarkt. Für die Zu- oder Abschaltung von Leistung könnten fünfstellige Beträge pro Megawatt und Jahr erreicht werden.

15. April 2016
Indem man Last von den Verbrauchsspitzen in die Täler schiebt, wird ein gleichmäßiger Energieverbauch erreicht. Durch professionelles Lastmanagement können Energiekosten eingespart werden. Bildquelle: Hans-Georg Schätzl
Bild 1: Energiekosten durch Lastmanagement senken (Indem man Last von den Verbrauchsspitzen in die Täler schiebt, wird ein gleichmäßiger Energieverbauch erreicht. Durch professionelles Lastmanagement können Energiekosten eingespart werden. Bildquelle: Hans-Georg Schätzl)

Industriekunden können nicht nur durch ihre Strombeschaffungsstrategien von den Vorteilen der Strommärkte profitieren, sondern auch durch die Einbindung ihrer Verbräuche in den Regelenergiemarkt. »Je nach Größe der flexiblen Lasten bei Industriekunden, können über das Lastmanagement Zusatzerlöse generiert werden«, betont Stefan Sewckow, Bereichsleiter bei Trianel. Für die Abschaltung oder Zuschaltung von Leistung können leicht fünfstellige Euro-Erträge pro Megawatt und Jahr erreicht werden.

»Die Analysen der Lastprofile unserer Industriekunden zeigen deutlich, dass auch kleinere flexible Lasten das Potenzial haben über die Einbindung in unseren Flexibilitätspool am Regelmarkt teilzunehmen ohne die Anlagenhoheit aufgeben zu müssen«, stellt Sewckow fest. Der Trianel-Sekundärregelpool erfüllt alle technischen Herausforderungen, und so kann die Trianel mit innovativen Produkten,zügig und unbürokratisch Zusatzerlöse generieren.

Je mehr die erneuerbaren Energien mit ihrem volatilen Erzeugungsverhalten das Stromsystem bestimmen, umso wichtiger wird die Rolle flexibler Verbraucher und eines aktiven Flexibilitätsmanagements für das Gesamtsystem. »Der Flexibilisierungsbedarf nimmt durch den Ausbau der erneuerbaren Energien stetig zu, und das Flexibilisierungspotenzial in den Unternehmen ist vorhanden«, so Sewckow. Trianel schätzt das technisch verfügbare und wirtschaftlich schnell nutzbare Potenzial in den Unternehmen auf rund 3.000 Megawatt.

Ein wesentlicher Baustein des Lastmanagements oder Demand Side Management ist die Identifizierung der regelbaren Lasten in den Unternehmen. »Bei der Analyse unserer Kunden stellen wir immer fest, wie sehr Lastspitzen unter- oder überschätzt werden und welche Möglichkeiten in der Flexibilisierung verschenkt werden«, so Sewckow. Gut ein Drittel der Verbräuche könnte intelligenter an die Anforderungen eines durch erneuerbare Energien bestimmten Stromsystems angepasst werden.

Ein professionelles Demand Side Management stellt hohe Anforderungen ans Messen, Steuern, Dokumentieren und Abrechnen von Leistung und muss auf das Handelsgeschäft abgestimmt sein. Als kommunale Handelskooperation bietet Trianel das Know-how, die Verknüpfung der anspruchsvollen Einzelschritte für einen reibungslosen Ablauf zu übernehmen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2016