Energieführungsketten realitätsnah testen

Energieführungsketten für Kransysteme testet Tsubaki Kabelschlepp auf der eigenen Outdoor-Testanlage. Dort lassen sich Verfahrwege von mehr als 100 Metern Länge und Verfahrgeschwindigkeiten bis fünf Meter pro Sekunde automatisch simulieren. Ein System zur Überwachung der Zug- und Schubkräfte bei Energieketten sorgt für einen sicheren Betrieb der Anlage – rund um die Uhr, an sieben Tagen der Woche.

06. Juli 2016

Die 116,5 Meter lange Testanlage für Energieführungsketten hat zwei vollautomatische und separat steuerbare, 105 Meter lange Verfahrwege. Das ist etwa so lang wie der Trolley-Verfahrweg einer Seehafen-Containerbrücke. Die Testgeschwindigkeit der beiden 1,3 Tonnen schweren, allradgetriebenen Verfahrwagen liegt bei fünf Metern pro Sekunde. Damit ist Tsubaki Kabelschlepp in der Lage, sämtliche Kran- und Verfahrwegsanwendungen abzudecken und zu testen.

Bei der Festlegung der Testprozeduren für Energieführungsketten hat sich das Unternehmen an den Entladeprozeduren in einem Seehafen orientiert. Diese zeigen ein eher unregelmäßiges Bild und somit auch eine unregelmäßige Belastung für das Gesamtsystem. Diese Tatsache wurde von den Testingenieuren in speziell programmierten Krantestzyklen berücksichtigt. So lassen sich realitätsnahe Dauerbelastungen von Energieführungsketten vollautomatisch testen, abbilden und dokumentieren.

24 Stunden am Tag

Damit die Anlage 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche bei jeder Witterung läuft, hat Tsubaki Kabelschlepp ein System zur Überwachung der Zug- und Schubkräfte am Energieketten-System entwickelt. Das System wird nicht nur zur Überwachung der Versuche genutzt, sondern auch in realen Anwendungen. Für den Kranbetreiber bietet sich ein günstiges Sicherheits-Upgrade, das auch in bestehende Krananlagen integriert werden kann.