Ende gut, alles gut

Effizienter fertigen mit modularen, automatisierten Endenbearbeitungsanlagen

Die Endenbearbeitung ist bei Herstellern von Achsen, Rollen, Wellen und Rohren ein wichtiges Thema. Doch damit die Qualität stimmt, bedarf es Endenbearbeitungsanlagen, die zuverlässig Gewinderollen, -formen und -schneiden, Fasen, Zentrierbohren und Plandrehen oder Reduktionen und Einstecharbeiten ermöglichen. Ein dänisches Unternehmen hat sich auf diesem Gebiet erfolgreich etabliert und trägt mit seinen automatisierten Anlagen massiv zu Kosteneinsparungen in der Endenbearbeitung bei.

26. März 2002

Brio, Thisted (DK), hat sich seit einigen Jahren auf die Herstellung von Standard-Endenbearbeitungsanlagen spezialisiert. Hohe Rentabilität und Rationalisierungseffekte bei hohem Qualitätsniveau sind die Kundenforderungen, denen sich das Unternehmen konsequent stellt. Gerade bei den Automobilzulieferern und Herstellern von Achsen, Rollen, Wellen und Rohren kommt der Effizienzgewinn von automatisierter Endenbearbeitung aufgrund von hohen Serien besonders zum Tragen. Die Dänen haben sich mit ihren Lösungen speziell an diese Nische angepaßt und sind ein anerkannter Lieferant im Bereich der Endenbearbeitung.

Flexibles Modularsystem

Kürzlich hat Brio eine neue Generation von zwölf vollautomatischen Standard-Maschinen vorgestellt, die auf ein flexibles Modular-System aufbauen. Grundlage der Module sind eigene Maschinenkomponenten, die - außer von Brio selbst - auch von anderen Maschinenbauern eingesetzt werden. Die Endenbearbeitungsanlagen basieren auf einem Baukastenprinzip. Aufgrund der gemachten langjährigen Erfahrung im Bereich der Komponenten kann eine hohe Betriebssicherheit der gesamten Anlage gewährleistet werden. Der Kunde erhält somit eine Lösung, die sich vor Inbetriebnahme seiner Anlage schon mehrfach bewährt hat. Zudem ermöglicht der modulare Aufbau der Anlagen ein hohes Maß an Flexibilität. Als Option können Lademagazine, Werkzeuge und digitale Längen-/Rundlaufkontrollen individuell zusammengestellt werden. Der Kunde erhält somit „seine“ Endenbearbeitungsanlage. Zudem legten die Ingenieure größten Wert darauf, daß ihre Anlagen unbemannt betreiben werden können. Normalerweise ist ein Mitarbeiter für das Einlegen der Werkstücke in die Maschine sowie für manuelle Kontrollen erforderlich. Bei den dänischen Anlagen wurden die Werkstückzufuhr als auch die -kontrolle automatisiert. Eine logische Schlußfolgerung ist die Kombinationsmöglichkeit mit allen gängigen Sägeanlagen. Dazu arbeitet Brio mit vielen namhaften Sägeherstellern zusammen und „sägt“ so merklich an den Betriebskosten und sichert dem Kunden einen größtmöglichen Rationalisierungsgewinn.

Design, Ergonomie und Kundennähe

Die typischen Endenbearbeitungen erstrecken sich von Gewinderollen, -formen und -schneiden, Fasen, Zentrierbohren und Plandrehen bis hin zu Reduktionen und Einstecharbeiten. Weitere Bearbeitungen sind je nach Werkzeug und Werkstück möglich. Mit den Endenbearbeitungsmaschinen können Werkstücke mit einem Durchmesserbereich von 8 bis 80 mm und Längen von 50 bis 1200 mm bearbeitet werden. Taktzeiten bis 2,5 Sekunden pro Einheit können mit diesen Maschinen erreicht werden. Außer auf kurze Takt- und Wechselzeiten wurde bei der Entwicklung großer Wert auf eine robuste, stabile und ergonomische Gestaltung der Maschinen gelegt. Mit dem neuen Design und der ergonomischen Gestaltung der Maschinen erfüllte Brio die Wünsche seiner Hauptkundengruppen. Dies wirkte sich auch auf die Farbwahl der neuen Serie aus. Nicht zuletzt wird das dänische Design als eine Art Kompetenz erlebt - ein Design, das auf dem europäischen und amerikanischen Markt Aufsehen erregt hat, nicht zuletzt durch die UL-Zulassung für die USA. Als Hersteller mit internationalem Kundenkreis wird Kundendienst großgeschrieben. Und um sich um seine Kunden in Deutschland besser kümmern zu können, praktiziert das dänische Unternehmen mit seinem Service- und Verkaufsbüro in Karben bei Frankfurt am Main und durch die Westekemper Werkzeugmaschinen-Vertretungen in Münster echte Kundennähe.

Erschienen in Ausgabe: 08/2001