Elektrische Antriebe und Steuerungen

Rexroth IndraDrive Mi: Das 70/85-Prinzip

30. März 2007

Bis zu 20 ultrakompakte Servoantriebe Rexroth IndraDrive Mi können Anwender über ein Hybridkabel sequentiell hintereinander schalten. Damit lässt sich der Verkabelungsaufwand um bis zu 85 Prozent und das Schaltschrankvolumen um bis 70 Prozent reduzieren. Bereits ein Jahr nach der ersten Vorstellung ist die intelligente Motor-Regler-Kombination jetzt in Serie gegangen. Mit ihr erweitert Rexroth die Möglichkeiten zur Dezentralisierung und Modularisierung von Maschinen deutlich. Während der Einführungsphase setzten weltweit bereits mehr als zwanzig namhafte Maschinenbauer verschiedener Branchen auf das innovative Antriebskonzept - von der Verpackungsmaschine bis hin zur Holzbearbeitung. Für die 2007 begonnene Serienfertigung rechnet Rexroth bereits mit vierstelligen Stückzahlen und weiteren Anwendungen. Das Hybridkabel für den Anschluss vereint Leistungsversorgung und Echtzeit-Führungskommunikation über SERCOS interface auf einer Gesamtlänge bis hundert Meter. Der Anwender kann ohne Änderungen im Schaltschrank und ohne zusätzliche Hardware bis zu 20 Servoantriebe hintereinander schalten und damit Maschinenfunktionen flexibel skalieren. Die integrierte Motor-Regler-Kombination in vier Baugrößen verfügt über das volle Funktionalitätsspektrum der intelligenten IndraDrive-Familie. Mit dem IndraDrive Mi realisiert der Hersteller, der in den Siebziger Jahren den ersten wartungsfreien Servomotor entwickelt hat, ein völlig neuartiges Konstruktionsprinzip. Die Motormantelfläche dient als Kühlkörper für die Regelelektronik, die ultraflach auf dem Motor montiert ist und damit nur eine geringe Störkontur bildet. Dadurch verringert sich das Bauvolumen um bis zu 30 Prozent im Vergleich zu anderen integrierten Lösungen, bei denen die Elektronik hinter dem Motor angeordnet ist. Im Ergebnis kann bis zu 70 Prozent Platz im Schaltschrank eingespart werden.