Einfach heben

Gleich zwei Preise heimste in diesem Jahr eine Innovation von Henning & Rothkegel ein ? den Bundesinnovationspreis und Bayerischen Staatspreis. bbr stellt den preisgekrönten Hero-Grip 229 vor.

27. November 2007

In allen Handwerks- und Industriebetrieben der Metall verarbeitenden Branchen werden technische Gase verwendet, die üblicherweise in 50-Liter-Druckgasflaschen geliefert werden und je nach Bauart und Füllungsgrad um die 80 Kilogramm wiegen, neuerdings mit 300 bar Fülldruck sogar circa 110 Kilogramm. Die meisten dieser Gasflaschen finden als Schutzgasflaschen Verwendung auf Schweißgeräten zum MAG- oder WIG- Schutzgasschweißen. Auf den Schweißgeräten sind diese Gasflaschen zumeist auf einem am Schweißgerät befindlichen Podest befestigt. Dieses Podest befindet sich je nach Bauart des Schweißgerätes in einer Höhe von 130 bis 250 mm vom Boden entfernt. Je nach Intensität der Schweißarbeiten werden die Gasflaschen alle paar Tage gewechselt. Der Gasflaschenwechsel ist schon immer mit gewissen Problemen behaftet gewesen und bis heute nur mit ungenügenden »Hausmitteln« zu erleichtern gewesen.

Griffiger Spezialhelfer

Um eine Gasflasche komfortabel, das heißt ergonomisch korrekt, alleine oder aber auch unter Zuhilfenahme einer zweiten Person auf ein Schweißgerät heben zu können, braucht man einen Handgriff, der schnell und problemlos an den zu bewegenden Flaschen zu befestigen und auch wieder zu entfernen ist. Und genau einen solchen Handgriff für Gasflaschen hat die Firma Henning & Rothkegel entwickelt: den Gasflaschengreifer.

Sicher geklemmt

Zwei mit Handgriffen versehene Klemmblöcke sind auf Achsen, die sich auf einem gebogenen, der Gasflaschenform angepassten Verbindungsbügel befinden, drehbar gelagert. Auf den Klemmblöcken befindliche Gummibeläge erhöhen die Haftung zwischen Klemmblock und Gasflasche. Zum Handhaben von Gasflaschen wird der Greifer so um die Flasche gelegt, dass der Verbindungsbügel auf der Bedienerseite liegt und die Klemmblöcke mit ihren beweglichen Klemmbacken nach oben zeigen. Hält man den Greifer an seinen Handgriffen, so ist er bestrebt, nach unten auszulenken. Diese Bewegung wird durch die Klemmblöcke, die sich dabei an der Flaschenwandung abstützen, behindert. Zieht man nun beide Handgriffe gleichmäßig nach oben, dann erhöht sich der Anpressdruck der Klemmblöcke auf die Flaschenwandung derart, dass bei weiterem Kraftaufwand die Flasche schließlich angehoben werden kann.

Einfach zu entfernen

Nach dem Absetzten der Flasche kann der Greifer dann einfach wieder abgenommen werden. So können Gasflaschen bei geradem Rücken aus der Kniebeuge gehoben werden. Es ist zudem möglich, zusammen mit einem Helfer die Gasflaschen gemeinsam zu heben. Das spart Zeit und schont die Gesundheit. »Ein eintägiger Arbeitsausfall aufgrund eines Verhebens oder eines anders gearteten Unfalles bei einem Gasflaschenwechsel ist schon teurer als der Gasflaschengriff selbst«, so das findige Unternehmen aus Hemdingen. _

Erschienen in Ausgabe: 08/2007