Eine Sache auf Leben und Tod

Technik/Rohre

Die Druckfestigkeit von Rohrleitungen, Apparaten und Druckgeräten kann lebenswichtig sein. Deshalb sind für die Prüfung strenge Vorschriften zu beachten. E. Büker Rohrtechnik ist ein Spezialist auf diesem Gebiet.

30. November 2015

In jedem industriellen Unternehmen müssen Druckprüfungen für Rohrleitungen, Apparate und Druckgeräte durchgeführt werden. Somit wird sichergestellt, dass neue oder bereits reparierte Systeme dem Nenndruck standhalten und die Dichte sowie die Festigkeit erhalten bleibt. Dies dient zur Gewährleistung der Sicherheit der Mitarbeiter und der Bevölkerung. Ebenso wird dadurch eine höhere Zuverlässigkeit und Lebensdauer der verwendeten Geräte gefördert.

Eine Druckprüfung wird auch angewendet, um die Speicherung und Weiterleitung von Fluiden zu gewährleisten. In der Industrie werden häufig Druckbehälter und Rohrsysteme verwendet. Diese unterliegen zwar in ihrer Konstruktion und Installation strengen Regeln- und Normauflagen, die länderabhängig an Industriestandards gebunden sind, dennoch können immer wieder Druckausfälle auftreten. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Materialien können durch Befüllung von Chemikalien oder anderen Substanzen porös werden, durch Alterung setzt Verschleiß ein, aber ebenso kann eine mangelhafte Herstellung die Ursache sein. Deshalb ist eine sichere und zuverlässige Druckprüfung zur internen und externen Kontrolle vorgeschrieben.

Verwendete Geräte für Druckprüfungen sind Hochdruck-Prüfpumpen, Hochdruck-Prüfverschlüsse und Aufzeichnungsgeräte. Durch eine spezielle Grip-Tight-Technik bei Verschlüssen wird eine höhere Sicherheit beim Druckprüfverfahren gewährleistet. Durch eine visuell durchgeführte Prüfung wird das zu prüfende Gerät nach vorhandenen Verformungen und undichten Stellen an Schweißnähten und Verschlüssen durchsucht. Durch das Leak-Prüfverfahren werden verschiedene Methoden zur Druckprüfung vollzogen, die im Folgenden kurz erläutert werden: Die Hydrostatische Dichtheitsprüfung ist die gängigste Methode; sie ist im Vergleich zur Pneumatischen Dichtheitsprüfung die Variante mit der höheren Sicherheit. Bei hydrostatischen Tests wird Wasser, dünnflüssiges Öl oder eine Öl-Emulsion als Testmedium genutzt, da es im Gegensatz zu Luft wie bei pneumatischen Tests angewendet, nicht komprimierbar ist. Doch auch Luft bis 28 bar kann in den zu prüfenden Behälter gefüllt werden. Daraufhin wird der Druck langsam bis zur Höhe des Prüfdrucks erhöht, währenddessen der Druck nur bis zu einem bestimmten Wert fallen darf, ohne Flüssigkeit zu verlieren.

Die Durchführung des Prüfdrucks unterliegt bestimmten Regeln, die einzuhalten sind. Hierzu gehören die Höhe des Prüfdruckes, die meist höher liegt als der zulässige Betriebsdruck, die verwendete Flüssigkeit und nicht zuletzt die Beurteilung und die Dokumentation des Vorgangs. Die Dokumentation enthält allgemeine Anforderungen an verwendete Ausrüstungen und Materialien, Sicherheitsbestimmungen, Notfallmaßnahmen und die Festlegung der Zuständigkeiten des Managements und der Technik.

Die gemessenen Daten werden in Datenloggern gespeichert und tabellarisch oder grafisch dargestellt, damit eine prüffähige Dokumentation entsteht. Bei pneumatischen Prüfverfahren wird Gas oder Stickstoff genutzt. Diese Stoffe unterliegen stärkeren Sicherheitsvorkehrungen, da in geschlossenen Räumen während des Testverfahrens das verwendete Prüfmedium austreten kann, wodurch die Tester ein hohes gesundheitliches Risiko tragen. Der Druck ist aufgrund dieser Gefahr niedriger als bei Testverfahren mit Wasser. Durch Wärme wird der zu prüfende Behälter gedehnt, um ihn nach Ablauf der Prüfung wieder zu enthitzen. Hierfür gibt es erprobte Prüfsysteme. Durch diese Prüfungsmethode wird nach und nach der erforderliche Betriebsdruck erhöht und so lange gehalten, bis die Untersuchung auf Undichtigkeiten abgeschlossen ist.

Die Wasserdruckprüfung gemäß Absatz 345.4.2 erfordert einen Druck von nicht weniger als 1,5-mal den Auslegungsdruck, während eine Luftdruckprüfung gemäß Absatz 345.5.4 110 Prozent des Nenndrucks erfordert.

Die Methode der Vakuumdichtheitsprüfung ist ein effektiver und sicherer Weg zur Bestimmung eines vorhandenen Lecks. Diese Methode wird von Herstellern häufig angewendet, da sie sehr zuverlässig ist. Die Static-Head-Dichtheitsprüfung zeigt einen Abfall im Wasserstand auf, was als Anzeichen für ein Leck gedeutet wird. Bei diesem Verfahren wird das zu prüfende System mit Wasser gefüllt, der Pegel gemessen und aufgezeichnet. Nach einer Wartezeit wird anschließend die Höhe des Wasserpegels überprüft, womit die mögliche Senkung des Wassers bestimmt wird. Zuletzt folgt die Halogen- und Helium-Dichtheitsprüfung. Bei diesem Prüfverfahren wird Spürgas zur Ermittlung von Lecks verwendet. Durch eine Sonde kann festgestellt werden, ob das Gas an der undichten Stelle entschwindet.

Tube Halle 06, Stand C42

Hintergrund

Seit über 25 Jahren ist das Unternehmen E. Büker Rohrtechnik ein solider und innovativer Partner für Unternehmen im Rohrleitungsbau, im Anlagen- und Kraftwerksservice, in der chemischen Industrie und für Zulieferer in der Automobilbranche. Mobile Systeme und Komplettlösungen in der Rohrbearbeitung und innovative Brennertechnik sind die Kernkompetenzen der Rheinländer, für die, wie sie betonen, die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden immer im Vordergrund stehen.

Erschienen in Ausgabe: 07/2015