Ein Unternehmen zeigt Profil

Familienbetriebe sind in der heutigen Zeit selten geworden. Das 1938 gegründete Unternehmen Karl H. Bartels GmbH hat erfolgreich Firmengeschichte geschrieben. Drei Generationen haben das Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist: der Spezialist für Lagereinrichtungen und innerbetriebliche Transportlösungen. Bartels beliefert europaweit hauptsächlich mittelständische Unternehmen. Das Lieferspektrumreicht vom kleinen Hubwagen bis zum riesigen Kragarm-Regal, von Stapleranbaugeräten bis zu Regalen für Langgut mit 70 m Länge. Die rund 40 Mitarbeiter fertigen auch Schubfachregale für Bleche oder anderes Tafelmaterial – alles genau nach Kundenwunsch.

18. März 2013

1938 gründete der Kaufmann Karl Gustav Heinrich Bartels das Unternehmen Karl H. Bartels in Schenefeld bei Hamburg. Sitz der Gesellschaft war ein ca. 10.000 qm großes Areal. „Unser erstes Firmengebäude mit rund 300 Quadratmetern stammt aus dem Jahr 1894, war etwas windschief, dafür hatte es einen besonderen Charme und schon einiges in seinem Leben gesehen. Es diente unter anderem als Lager von Verpackungen, einer Fischverarbeitungsfirma sowie einem Produktionsunternehmen für Filter“, berichtet Bernd Bartels, Sohn des Firmengründers, und ergänzt schmunzelnd von dem Dach, das eines Tages einfach davonflog.

„Eine Windhose hat das Dach in den 60 er Jahren auf und davongetragen.“ Für Bartels kein Grund, auch noch kopflos zu werden. Das Dach wurde erneuert und im Laufe der Jahrzehnte das Unternehmensgebäude sukzessive erweitert – bestes Indiz für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Das Angebot: immer mit der Zeit

Zunächst – noch während des Krieges – lieferte Bartels Rettungsmittel, um Verschüttete aus ihrer Not zu befreien. Es folgte das patentierte Transportsystem der Hebelroller und Rollplattformen. Das System hat bis heute viel zu dem herausragenden Ruf von Bartels und dessen Expansion beigetragen. Das Unternehmen gilt als ältester Hersteller des Systems in Deutschland und Europa. „Wir sind stolz auf unsere Erfolge und haben frühzeitig über den Tellerrand hinausgeschaut. Auf Marktentwicklungen in führenden Industrienationen wie Nordamerika oder Japan haben wir mit technischen Innovationen schnell reagiert“, blickt Bartels auf die Vergangenheit zurück.

Seit 1968 bietet Bartels jährlich per Katalog alles an, was zur Intralogistik, dem innerbetrieblichen Transport und der innerbetrieblichen Lagerwirtschaft gehört. Das reicht von Hubwagen und leichten Staplern bis zu Regalen und Werkstattkränen. Sonderkataloge für „Selbstkipper“, Gefahrstofflagerung und für treppensteigende Fahrzeuge runden das Angebot ab.

Bartels gelang es aber noch einen ganz anderen Markt zu erobern, den für treppensteigende Rettungs- und Transportgeräte. Hier überzeugt Bartels seit vielen Jahren mit innovativen Lösungen. Bernd Bartels: „Wir haben mit der Produktion von treppensteigenden Geräten für Rollstuhlfahrer damals die Chance ergriffen und das hat sich zweifelsohne als richtig erwiesen."

Die "Philosophie": mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe

Ob die Fertigung von Regalen, ob das Kataloggeschäft für den Bereich Intralogistik oder das Angebot an treppensteigenden Rettungs- und Transportgeräten – alle drei Unternehmenssäulen basieren auf flachen Hierarchien. „Motivierte Mitarbeiter gehören zu unserer Zukunft. Sie tragen maßgeblich zum Erfolg bei. Bartels hat früh auf vielfache Weise in seine Mitarbeiter investiert. Das hat sich für beide Seiten gelohnt – ein Verdienst, der direkt an die Kunden weitergegeben wird.“

Viele Mitarbeiter begleiten das Unternehmen schon seit Jahrzehnten auf seinem Erfolgsweg. Ihre Identifikation mit Bartels ist ungewöhnlich groß, und – wen wundert es - auch viele Kunden sind dem Unternehmen seit Jahrzehnten treu.

Die Entwicklung: von Höhen, Tiefen und Zusammenhalt

2005 wurde in Horst bei Elmshorn an der A 23 neu gebaut. „Die außergewöhnliche Hallenhöhe im Neubau schafft komfortablen Platz für die Herstellung auch hoher Regale“, erklärt Bernd Bartels. Seine beiden Söhne Thomas (Maschinenbaumeister) und Matthias (Dipl. Betriebswirt) traten 1997 die Nachfolge als Geschäftsführer an. Leider währte die erfolgreiche Doppelspitze nicht lang. Tragischerweise und völlig unerwartet starb im August 2012 Thomas Bartels. Sein Bruder und die Mitarbeiter werden diese Lücke zu schließen wissen.

Heute arbeitet in Horst ein in jeder Hinsicht modernes Unternehmen, das auf die kommenden 75 Jahre bestens vorbereitet ist.