Effizienter Nachfolger

Das neue automatische Blechlagersystem Stopa Compact II bietet gegenüber seinem Vorgänger unter anderem mehr Palettenplätze bei gleichem Lagervolumen, verringerte Zykluszeiten, ein intelligentes Energiemanagement und eine noch höhere Prozesssicherheit. Ein deutlicher Mehrwert, von dem beispielsweise die Rötzer Maschinenbau GmbH in Rottenburg/Laaber profitiert.

12. Juni 2014

Weil die Stopa Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst, beim Compact II die oberen und unteren Anfahrmaße reduziert hat, gewinnt man in den meisten Fällen, verglichen mit der Vorgängerbauweise, in jedem Regalblock zwei Lagerfächer hinzu. Ein Vorteil, der sich angesichts der Länge des Lagers von etwa 90 m besonders stark auswirkt.

Zudem verringert sich die Wiegezeit und auch die Zeit für ein komplettes Lagerspiel, da die Wiegezellen in die Palettenlauffläche der Lasttraverse des RBG eingebaut sind. Ein intelligentes Energiemanagement hilft, über 20 % Strom einzusparen. Dies basiert auch darauf, dass Stopa anstelle des früher verwendeten schweren Antriebsmotors zwei leistungsfähige, leichte Getriebemotoren und außerdem eine kompaktere Traverse einsetzt und so das Gesamtgewicht um etwa eine halbe Tonne reduziert. Ferner lässt sich generatorische Energie z. B. direkt für den Fahrwerksmotor nutzen. Daneben bietet Stopa optional die Rückeinspeisung der generatorischen Energie ins Versorgungsnetz an.

Ein Highlight des RBG ist seine variable Beschleunigung. Rötzer hat für jedes Material einen Reduzierwert hinterlegt, damit das RBG gegebenenfalls weniger stark beschleunigt, die Übergänge beim Ziehen langsamer überfahren werden und die Tafeln nicht verrutschen. Durch die Reduzierwerte erhöht sich die Prozesssicherheit. Bei nicht rutschendem Material oder leerem RBG arbeitet das System dagegen mit der höchsten Beschleunigung. Außerdem hat Stopa am RBG die Überfahrmaße verringert, damit das Automatiklager noch kompakter ausfällt. Die Systempaletten laufen im Stopa Compact II aufgrund eines überarbeiteten Konzepts gedämpfter als im Compact I.

Die Lasttraverse arbeitet zudem mit einer elektronischen Synchronwelle anstelle der herkömmlichen mechanischen. Das Ergebnis ist eine kleinere Bauhöhe und ein weiterer Beitrag zu weniger Eigengewicht. Ferner ist die Traverse mit einer als Baugruppeneinheit vormontierten Fach-1-Kontrolle ausgestattet, die für zusätzliche Prozesssicherheit beim Betrieb mit mehrfacher Beladehöhe sorgt.

Zum Stopa Compact II gehören bei Rötzer 23 Stationen, die teilweise zu Doppelstationen mit Be- und Entladewagen zusammengefasst sind. An einer Station arbeitet ein Biegeroboter, durch dessen Einsatz es möglich ist, eine Biegemaschine aus dem Lager heraus hauptzeitparallel mit gelaserten oder gestanzten Halbfertigteilen zu versorgen.