Echtes Glanzstück

50 Jahre/Unternehmen

Edelstahl Rostfrei ist seit 50 Jahren der Name für ein Gütesiegel, das nur an hochwertige Produkte verliehen wird, die bezüglich Hygiene, ökologische Eigenschaften und Langlebigkeit voll überzeugen.

07. Dezember 2010
Hochwertiges Geschirr aus Edelstahl Rostfrei ist selbst nach Jahrzenten noch ansehnlich und sorgt dafür, dass Speisen hygienisch und energiesparend zubereitet werden.
Bild 1: Echtes Glanzstück (Hochwertiges Geschirr aus Edelstahl Rostfrei ist selbst nach Jahrzenten noch ansehnlich und sorgt dafür, dass Speisen hygienisch und energiesparend zubereitet werden. )

Als Vergabestelle des begehrten Gütesiegels ›Edelstahl Rostfrei‹ wurde der WZV 1960 ins Leben gerufen. Das Siegel ist ein weltweit anerkanntes Erkennungszeichen von Produkten qualitätsbewusster Hersteller, Verarbeiter und Anbieter. Heute ist der WZV unverzichtbarer Servicepartner und Sprecher von fast 1000 Unternehmen, die das international geschützte Markenzeichen als Qualitätsversprechen führen.

Glanz fürs Leben im Wirtschaftswunderland

Die Roaring Sixties brachten das heute so viel zitierte Lebensgefühl nach Deutschland zurück. Das Land erblühte im Wirtschaftswunder. Steigende Löhne und beginnender Wohlstand ließen weite Teile der Bevölkerung die entstehende Konsum- und Freizeitgesellschaft genießen. Endlich ging der Traum vom eigenen Auto in Erfüllung. Isetta, Goggomobil oder Kabinenroller hatten die Deutschen in lang ersehnte Bewegung gebracht. Zwei Millionen Autos pro Jahr wurden gebaut, 1961 lief der 5000000. Käfer vom Band. Fernseh- und Rundfunkgeräte hielten ebenso Einzug in die Haushalte wie Cocktailsessel und Tütenlampe, Waschmaschinen oder Fotoapparate.

Design – auch am Handgelenk – war nicht länger nur etwas für eine Minderheit, sondern avancierte zum erschwinglichen Statussymbol. Zwei Millionen Fernsehgeräte, acht Millionen Armbanduhren, eine Million Waschmaschinen und drei Millionen Fotoapparate wurden Anfang der 60er jährlich produziert (Quelle: swr). Die allgegenwärtige Aufbruchsstimmung spiegelte sich auch im rasanten technologischen Fortschritt wider: Zum Ende des Jahrzehnts landeten die ersten Menschen auf dem Mond. Mit von der Partie war vielfach auch Edelstahl Rostfrei, denn Verbraucher und Hersteller legten außer auf Design und Funktionalität zunehmend Wert auf eine qualitativ hochwertige, langlebige Ausführung.

Orientierungshilfe mit Mehrwert

Als unverzichtbare Orientierungshilfe vereinheitlichte und etablierte der Warenzeichenverband das bereits zwei Jahre zuvor eingeführte Gütesiegel ›Edelstahl Rostfrei‹. Eine systematische Qualitätsoffensive nahm ihren Lauf. Per Satzung verpflichten sich seit damals die Mitgliedsunternehmen zu einer anwendungsbezogen optimalen Werkstoffqualität und Verarbeitung. Aufwendige Anzeigenkampagnen in den führenden Frauen-, Fach- und Magazintiteln waren Anfang der 60er nicht nur ein glänzendes Geschäft für die betreffenden Verlagshäuser, sondern ließen auch das Gütesiegel für rostfreien Stahl in vollem Glanz erstrahlen.

Ob als Saftkrug, der anno 1960 – George Orwell zum Trotz – optimistisch verhieß: ›1984 so schön wie heute‹, als Brautgeschenk ›Damit Glanz ins Haus kommt‹ oder als Autofahrers ›Glanzstück, denn Rostfrei lebt länger als Ihr Auto‹: Edelstahl Rostfrei mit Gütesiegel traf den Nerv der Zeit und eroberte die Herzen der Verbraucher in allen Lebenslagen. Angesichts des rapide steigenden Bedarfs an Produkten aus hochwertigem, nicht rostendem Stahl sowie an leistungsfähigen Verarbeitern und Händlern wurde der Warenzeichenverband schnell zur viel gefragten Instanz. Bereits seit 50 Jahren verlassen sich ratsuchende Verbraucher auf die WZV-Empfehlung zu kompetenten Partnern oder Verarbeitern in ihrer Nähe. Auch beim Einkauf gibt ihnen das Gütesiegel bis heute die Sicherheit eines verantwortungsbewussten Anbieters, der Wert auf Werkstoffqualität und nachhaltige Sicherheit der Verarbeitung legt.

Keine Chance für Label-Piraten

Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Globalisierung wurde die Überwachung des ordnungsgemäßen Einsatzes des Gütesiegels ›Edelstahl Rostfrei‹ zum entscheidenden Vorteil. Denn längst versuchten findige Nachahmer, ihre oftmals minderwertigen Waren mit dem renommierten Markenzeichen aufzuwerten. Eine Rechnung, die sie ohne den WZV machten. Mit einem ganzen Maßnahmenbündel überwacht der Verband international die ordnungsgemäße Nutzung des Gütesiegels und ahndet Missbrauch konsequent. Regelmäßig werden Label-Piraten abgemahnt, die Einfuhr widerrechtlich mit dem Markenzeichen versehener Produkte durch den Zoll untersagt und entsprechende Fälschungen beschlagnahmt.

Der Zukunft entgegen

Der Warenzeichenverband setzt auf intensive Öffentlichkeitsarbeit, um Verarbeiter und Kunden zu informieren. Mit oftmals verblüffenden Blicken hinter die Kulissen von Architektur, Industrie oder medizinischen Einrichtungen zeigt der WZV eine Vielzahl von Beispielen, wo Edelstahl einfach unverzichtbar ist. Durch diese Einsichten gibt er Verbrauchern und Anwendern wertvolle Impulse und zuverlässige Orientierung bei der Wahl nachhaltig hygienischer, sicherer und wirtschaftlicher Lösungen aus nicht rostendem Stahl. Als Schnittstelle zwischen Industrie, Verarbeitern und Anwendern oder Verbrauchern steuert der WZV die qualifizierte Verbreitung des Gütesiegels. Ein halbes Jahrhundert sichtbare Sicherheit zum Schutz von Kunden und Anbietern und engagiertes Eintreten für eine wahrhaft glänzende Zukunft mit ›Edelstahl Rostfrei‹.

Zahlen & Fakten

Mit der Patentierung von nicht rostendem Stahl trat im Jahre 1912 ein neuer Werkstoff seinen bis heute ungebrochenen Siegeszug an. Erster sprichwörtlicher Höhepunkt seiner Karriere war 1929 die Dachverkleidung des Chrysler Building in New York, damals das höchste Gebäude der Welt. Heute sind weltweit über 120 verschiedene Edelstahlsorten im Einsatz. Schon früh zeigte sich die Notwendigkeit, Halbzeuge und Endprodukte sicher zu identifizieren. Das international geschützte Markenzeichen ›Edelstahl Rostfrei‹ wird daher seit 1958 durch den Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei e.V. vergeben. Die derzeit rund 960 Mitgliedsunternehmen verpflichten sich zum produkt- und anwendungsspezifisch korrekten Werkstoffeinsatz und zur fachgerechten Verarbeitung. Missbrauch des Markenzeichens wird vom Verband geahndet.

Erschienen in Ausgabe: 04/2010