Durch Innovation zu Größe

Mit flexiblen und automatischen Bearbeitungssystemen zum Erfolg

Um sich auf dem Gebiet der integrierten Blechbearbeitungs-Systeme zu behaupten oder gar zur Weltspitze vorzustoßen, bedarf es einer gesunden Portion Pioniergeist und Selbstbewußtsein. An beidem mangelt es einem renommierten italienischen Maschinenbauer sicher nicht. Ein neues Rekord-Geschäftsjahr gibt ihm recht, und Kapazitätserweiterungen sollen den Hunger nach integrierten Blechbearbeitungs-Systemen stillen. Am Beispiel dieses Unternehmens zeigt sich wieder, daß Innovation und Erfolg nah beieinander liegen.

15. April 2002

Salvagnini, Sarego (Vicenza, Italien) ist ein Maschinenbauer, der sich Pioniergeist und Ideenreichtum erhalten hat. Wie sonst hätte ein Unternehmen die Blechbearbeitung so nachhaltig prägen können? Salvagnini setzt ausschließlich auf die Herstellung von flexiblen und automatischen Bearbeitungssystemen. Und dieses kompromißlose Fokussieren auf einen Kernbereich trägt mit zum Erfolg des Unternehmens bei. Der italienische Pionier liefert modernste Hochleistungssysteme und avancierte zu einem führenden weltweit. Ein erneutes Rekord-Geschäftsjahr - es endet im Mai 2001 -, mit einem Umsatz von mehr als 355 Mio. DM zeigt die weiterhin ungebrochene Nachfrage nach den flexiblen, automatischen Systemen zum Stanzen/Schneiden, Biegen und Laserschneiden. Um dem auch zukünftig gerecht zu werden, erweitert die Unternehmensgruppe ihre Produktionskapazitäten auf allen Ebenen. Das Hauptwerk in Sarego wurde so jüngst um neue Hallen erweitert. Damit verfügt Salvagnini am Standort Sarego über 36.600 m2 Hallen- und Bürofläche, wovon mehr als ein Fünftel der Konstruktion und kundenorientierter Fläche gewidmet ist. In dem neuen Gebäude befinden sich Büroflächen, die Prototypen-Testabteilung sowie der Werkzeugbau.

Die ungebrochene Nachfrage wird mit einer Kapazitätenerhöhung beantwortet

Auch in den USA wurde im Frühjahr 2001 ein Erweiterungsbau der Salvagnini America Inc. in Hamilton/Ohio abgeschlossen. Hier wurde die Fläche um 3.700 m2 erweitert. Mit mehr als der doppelten Bürofläche als bisher und der Vergrößerung der Flächen für Service-, Verkaufs- und Anwendungstechnik wird auch ein neues Training-Center eingerichtet. Wenn der Erweiterungsbau komplett abgeschlossen ist, soll sich die Mitarbeiteranzahl von momentan vierzig auf über achtzig Mitarbeiter mehr als verdoppeln. Damit werden die Aktivitäten in den USA, Kanada und Mexiko verstärkt, wo speziell in den letzten drei Jahren sehr große Erfolge erzielt wurden.

Mit vier Produktreihen zur Automation

Auch das neue Werk in Ennsdorf/Österreich, das erst vor einem Jahr in Betrieb ging, wurde bereits auf rund 13.000 m2 erweitert. Die Mitarbeiterzahl hat dort die 200-Personen-Marke erreicht. Insgesamt beschäftigt die Salvagnini Gruppe mittlerweile rund 1.000 Mitarbeiter.

Der Fokus aller vier Produktreihen von Salvagnini liegt auf Flexibilität: Stanz- und Schneidsysteme, automatische Biegezentren, Lasersysteme und Roboter-automatisierte Integrationsvorrichtungen, um eine optimale integrierte Logistik zu erreichen. Mehr als 2.000 Salvagnini-Systeme sind in über fünfzig Ländern installiert und alle gemäß dem Grundsatz, daß die direkte Integration von Maschine/System und Software das totale Prozeßmanagement ermöglicht. So ist die Fähigkeit, unterschiedliche Teile eines nach dem anderen automatisch zu programmieren und ohne Bedienereingriff zu fertigen eine der fundamentalen Eigenschaften dieser italienischen Systeme. Und die Nachfrage steigt. Die Produktivität eines solchen Systems geht Hand in Hand mit einem sicheren Prozeß und befähigt es, unbemannte Schichten fahren zu können. Zudem erreicht der Anwender eine bemerkenswerte Produktqualität und kürzeste Durchlaufzeiten - sprich Lieferzeiten - seiner herzustellenden Teile. Der Automationsgrad, den Salvagnini dank eigens entwickelter Software und Steuerungen erreicht hat, ermöglicht es dem Anwender, den logistischen Ablauf und Produktionsfluß schon vor dem Produktionsstart zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Teile auf Machbarkeit zu überprüfen und in kürzester Zeit zu ändern oder das System auf ein völlig neues Teil umzurüsten, das sind Möglichkeiten, die dem Anwender Zeit und Kosten sparen und begründen sicher auch die Nachfrage nach den flexiblen, integrierten Blechbearbeitungs-Systemen.

Erschienen in Ausgabe: 09/2001