Durch das Röhrchen geschaut

Technik/Rohrherstellung

Optische Erdkabel sind Kilometerware und dürfen folglich ›nichts‹ kosten. Vollautomatische Komplettanlagen zu ihrer Herstellung sind ein wesentlicher Schritt in diese Richtung.

01. März 2012
Die Glasfasern benötigen am wenigsten Platz: Aufbau eines OPGWs
Bild 1: Durch das Röhrchen geschaut (Die Glasfasern benötigen am wenigsten Platz: Aufbau eines OPGWs)

OPGW ist die Abkürzung für ›Optical Ground Wire‹ (optische Erdkabel), die in Telekommunikations-Netzen eine wesentliche Rolle spielen. Der OPGW-Markt war in den vergangenen Jahren in seinen angestammten Gebieten sehr aktiv; man bemerkt deutlich eine allmähliche Marktausweitung von Nordamerika und Westeuropa nach Asien, Osteuropa und die aufstrebenden Märkte.

OPGW-Netze decken zunehmend große geografische Gebiete ab, woraus ein Bedarf für optische Systeme mit großer Kapazität bei der Breitband-Datenübertragung entsteht. Die deutlich geringeren Kosten für die Datenübertragung in optischen Fasern, die in Freilandkabel integriert sind, haben neue Geschäftsfelder erschlossen. Diese sind durch eine sehr schnelle, störungsfreie Überbrückung großer Entfernungen gekennzeichnet und dienen der Übertragung von Signalen für Audio, Video, Daten, Telefon (Festnetz), Fernsehen, Multimedia-Service-Diensten und Mobiltelefon.

Für die genannten Märkte präsentiert der Schweizer Hersteller T.H.E. Machines auf der Tube eine neue Produktionsanlage, die sich unter anderem durch eine Spannungs-Überwachung für jede Faser, ein robotergeregeltes Orbital-Schweißen und einen sehr kompakten Bandspeicher auszeichnet. Die Qualität des Endprodukts wird sichergestellt durch kontrolliertes Kalibrieren und einen Laser mit hohem Wirkungsgrad bei gesteigerter Lebensdauer sowie eine verbesserte Strahlqualität. T.H.E. Machines zeigt auf der Tube auch sein komplettes Know-how in der Herstellung von Präzisionsröhrchen und beim Laser-Querschweißen, zum Beispiel das Querschweißen von Bändern und Mänteln bis zu einer Minimalstärke von 0,05 mm.

Genaue Formtische für geringste Materialstärken mit einem Verhältnis Durchmesser/Stärke von mehr als 200; dank der Berechnung nach der Finite-Elemente-Methode (FEM) ist kein Einrichten oder Korrigieren der Formung erforderlich. Rohrformungen können im Bereich von 2 mm bis über 110 mm eingesetzt werden. Die Materialstärke liegt bei 0,1 mm und weniger. Kombinierte Schweißsysteme, die sowohl laser- als auch TIG-schweißen können (›Latig‹) befinden sich ebenfalls im T.H.E.-Machines-Programm; sie sind für das Schweißen von dünnen, aber auch sehr dicken Materialien geeignet.

Tube Halle 6, Stand K22

Erschienen in Ausgabe: 02/2012