Dünnblech schneller schweißen

Lorch Schweißtechnik präsentierte auf der Euroblech den neuesten Spross seiner MIG-MAG-Speed-Prozesse. Mit dem „Speedcold“ wurde ein energiereduziertes, sprich „kaltes“ Verfahren entwickelt. Das neue Verfahren soll einerseits eine hohe Nahtqualität bieten, andererseits den Schweißer aber auch in die Lage versetzen, Bleche mit einer Materialstärke zwischen 0,5 und 3 mm bis zu 40 % schneller zu verschweißen.

08. Februar 2013

Die Produktivitätssteigerungen durch den Speedcold-Prozess kommen zustande, weil die Lorch-Technik in allen Prozessabschnitten nur genau so viel Energie in den Schweißprozess einbringt, wie für ein optimales Schweißergebnis gerade benötigt wird. Während ein Standard-Kurzlichtbogen bei Stahl und CrNi-Edelstahl schon beim Schweißen von 1 mm Blechen an seine Grenzen kommt, sind mit dem Speedcold auch Blechstärken von 0,5 mm einfach realisierbar.

Die Speedcold-Regelung steuert den Prozessablauf so exakt, dass in Millisekunden auf Veränderungen im Lichtbogen reagiert wird. Das Ergebnis ist ein extrem stabiler Lichtbogen, eine ausgezeichnete Schweißbadkontrolle und ein um bis zu 25 % niedrigerer Wärmeeintrag ins Werkstück als beim herkömmlichen MIG-MAG-Schweißen.

Gerade bei CrNi-Stahl, der über eine geringere Wärmeleitfähigkeit verfügt und stärker zum Verzug neigt, ist der reduzierte Energieeintrag des Speedcold ein erheblicher Praxisvorteil. Da der Speedcold dabei auch noch sehr spritzerarm zu Werke geht, wirkt sich – neben dem direkten Geschwindigkeitsvorteil beim Schweißen – zusätzlich auch der deutlich verminderte Aufwand bei Vor- und Nacharbeiten produktivitätssteigernd aus. Durch den neuen Prozess wird das Dünnblech-Schweißen von Stumpf-, Überlapp- und Ecknähten in seiner Wirtschaftlichkeit deutlich verbessert.

Erhältlich ist der Speedcold-Prozess für alle Lorch-Anlagen der P-Synergic, S- und S-Speedpulse-Serie.