Drei Pressenlinien für deutschen Automobilhersteller

Der größter Auftrag der Unternehmensgeschichte für den Schuler Konzern

29. April 2008

Mit insgesamt drei neuen Pressenlinien wird die BMW Group ihre Presswerkstrukturen in den Werken Leipzig, Regensburg und München bis zum Jahr 2011 verändern. Joachim Beyer, Vorstand Forming Systems Großpressen/Automotive der Schuler AG: „Wir freuen uns sehr, dass die BMW Group bei dieser strategischen Investitionsentscheidung auf die Kompetenz und Leistungsfähigkeit des Schuler Konzerns vertraut. Wir nutzen für die Auftragsabwicklung die Ressourcen des zusammengeführten Unternehmens – von Schuler und Müller Weingarten.“ In Leipzig wird Schuler bis zum Sommer 2009 eine sechsstufige Servo-Pressenlinie installieren. Mit einer Gesamtpresskraft von 10.500 Tonnen – davon alleine 2.500 in der Kopfpresse – wird die Anlage speziell auf die Anforderungen zur Verarbeitung höher- und hochfester Stähle ausgelegt sein. Diese Materialien gewinnen im Automobilbau wegen ihrer hervorragenden Leichtbau- und Sicherheitseigenschaften an Bedeutung. Für den Bauteiltransport wird Schuler die neuste Generation des einarmigen Transfersystems „Crossbar Feeder“ einsetzen. Diese Automatisierungslösung erhöht zum einen die Flexibilität der Anlage, weil es den schnellen Wechsel auch von Werkzeugen unterschiedlicher Größe ermöglicht. Zum anderen konnte Schuler die Geschwindigkeit des Systems noch einmal steigern. Dadurch wird die BMW Group die Anlage in Leipzig mit bis zu 17 Hüben pro Minute betreiben können. Über die drei Pressenlinien hinaus hat die BMW Group noch zwei weitere Aufträge an Schuler erteilt. Im Werk Regensburg wird Schuler eine Schnittanlage mit Servoantrieb installieren. Für das Werk Dingolfing hat die BMW Group eine Presse für Folgeverbundwerkzeuge mit konventionellem Antrieb und einer Presskraft von 3.000 Tonnen geordert. Das Gesamtvolumen der Aufträge liegt im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.