Drei Fragen zu...

Was macht die Euroblech denn so einzigartig?

Euroblech - allein der Name läßt die Augen der Blechwelt glänzen. Veranstalter Mack Brooks hat mit dieser Messe Geschichte geschrieben. Vom 26. bis 30.10.2004 ist es endlich wieder soweit. In Hannover kann die Branche ihre Innovationskraft erneut unter Beweis stellen. bbr fragt Euroblech-Messeleiterin Uta Bates zur Euroblech und vorausschauend zum Mack Brooks-Messeneuling „Fabform“.

27. September 2004

bbr:Frau Bates, was die Biennale in Venedig für die Kunst- und Kulturszene, ist die ebenfalls alle zwei Jahre stattfindende "Euroblech" in Hannover für die Blechumformbranche. Die Messe ist etabliert, international - Welche Attribute würden Sie Ihrer Messe sonst noch geben?

Uta Bates: Danke für die Blumen, aber es stimmt schon, die EuroBLECH ist wirklich der große Event für die Blechbearbeiter in aller Welt. Das wertvollste an dieser Messe ist ihr ganz klar definierter Markt und die Tatsache, daß sie von der Großindustrie und dem Mittelstand gleichermaßen getragen wird. Damit bietet die EuroBLECH ein riesiges innovatives Potential. Es heißt ja immer "Wenn jemand ein kniffeliges Problem in der Blechbearbeitung hat, dann findet er die Lösung auf der EuroBLECH", und das stimmt wohl auch. Im Gegensatz zu Cannes oder Venedig sind wir deshalb nicht nur eine Parade, sondern wir sind für alle da, und jeder hat seinen Platz. Wir sehen unsere Aussteller und unsere Besucher als wertvolle Kunden, und wir wissen, daß wir nur gemeinsam zum Erfolg kommen können. Unser diesjähriges Motto lautet "Technologie-Transfer für die Blechbearbeitung", und das trifft den Nagel genau auf den Kopf - wer Blechtechnologie braucht, vom Werkstoff über alle Bearbeitungsstufen bis zur fertigen Baugruppe, kann sie sich hier beschaffen. Es ist alles unter einem Dach, beziehungsweise unter sechs riesigen Hallendächern, wenn man genau sein will.

bbr: Die Euroblech ist eigentlich ein "Selbstläufer". Dennoch, was fällt Ihnen spontan ein, wie Sie die Euroblech für Ihre Aussteller/Besucher noch attraktiver machen könnten?

Uta Bates: (lacht) Tja, Selbstläufer gibt es im Messegeschäft nicht. Wir müssen jeden Tag neu um jeden einzelnen Aussteller und Besucher werben. Dabei sollte man auch bedenken, daß wir selbst ein ganz normales, mittelständisches Unternehmen sind und die EuroBLECH ohne öffentliche Garantien oder Verbandsunterstützung durchführen. Das ist zwar eine anspruchsvolle Aufgabe, wird im Markt aber geschätzt, denn nur so können wir wirklich unabhängig von irgendwelchen politischen und kommerziellen Interessen arbeiten. Mit unserem partnerschaftlichen Konzept konnten wir eine große Loyalität bei unserer Zielgruppe gewinnen, und es gibt Aussteller und Besucher, die schon seit den siebziger Jahren an jeder EuroBLECH teilgenommen haben. Aber diese Freundschaft muß immer wieder durch erstklassige Betreuung und innovative Angebote gepflegt werden. Unsere Nomenklatur, das Produkt- und Dienstleistungsverzeichnis wird laufend aktualisiert, wir arbeiten ständig an einer noch besseren Kommunikation mit unserer Zielgruppe (z. B. mit der umfangreichen Messevorschau und unserer Website www.euroblech.de), und wir bemühen uns auch um ein wertvolles, interessantes Rahmenprogramm. Zum ersten Mal gibt es auf der diesjährigen EuroBLECH ein oberflächentechnisches Forum, das die DFO aus Düsseldorf gemeinsam mit zwei Verlagen organisiert, und ein Laser-Symposium, für das die Laser-Akademie in Hannover verantwortlich ist.

bbr: Mack Brooks will eine neue Blechumform- und Technologiemesse - "Fabform" - im Dezember 2005 in Nürnberg aus der Taufe heben. Der Branchenprimus Trumpf beispielsweise (bbr-Interview, mit dem Leiter Werbung und Messen, Rudolf Thalheimer, Ausgabe 3/2004, Seite 38 f.) hat hier klar Stellung bezogen und die "Fabform" nicht in seinen Messekalender aufgenommen. Wie wollen Sie da Ihren Kollegen, die die ?Fabform? betreuen, unter die Arme greifen, damit der ?Ableger der Euroblech? auch richtig aufblühen kann?

Uta Bates: In die FabForm 2005, die ja auch von Mack Brooks Exhibitions durchgeführt wird, bin ich persönlich kaum involviert, aber vielleicht ergibt sich ja für Sie einmal die Gelegenheit für ein Interview mit der Projektleiterin, Frau Hamann. Von mir zur FabForm 2005 daher nur soviel: die ungeraden Jahre waren bis vor kurzem für spezielle Blechbearbeitungsmessen blockiert. Inzwischen hat sich das geändert und die FabForm 2005 hat ein ausgezeichnetes Konzept, um diese Marktlücke zu füllen. Was einzelne Aussteller planen, orientiert sich immer an deren individueller Marketingstrategie, und gerade die Branchenführer überlegen sich natürlich sehr genau, welche Messe sie beschicken. Aber bis 2005 ist es noch eine lange Zeit, und die FabForm wird sicher eines der Themen auf der EuroBLECH sein und weiter an Profil gewinnen.